
Benanntes stirbt, sofort. Kaum Zeit für eine Klarinette, auch Bassklarinette. Keine Stimme mit Ton. Nennst du es, greifst du in kühlen Sand. Sonne grünt dir nimmer. Schrei nur, hauche deine Angst aus. Masse dir nochmals Benanntes an. Stirb, Fant.
Bauhm wünscht tierisch zu sterben, auf dem dem Feld aus Messingklappen. Ein Fluss von Speichel fliesst hindurch. Aber es ist still, wie im Arm eines Geigers. Aus den Wolken tropft die Schminke des Orients.
Zweimal leben wir, das erste Mal
Existieren wir, als könnten wir
Leben, aber niemand kennt die Zahl
Tier, die uns gegeben ist, und mal
Hastet Hasenblut in uns, und dann
Wieder eselt uns der Geist, gerufen
Mädchenhell, ein Schall vom grünen Damm,
Der im Osten uns bedroht, herunter,
Hier im Krater trägt die Stimme weit,
Kling martinshornlang aus, am Ufer
Pocht es an die Türen, bebt im Schritt,
Zeichnet jenes Mal mit schnellen Kufen,
Mal des Hasenhüpfers, Nagelschrift rot
Über Brust und Schenkel, schreiend kommt
Wärme übers Eis, und knirscht das Brot
Zwischen Ukas, Boten, Order, summt
Mondherr seine falsche Mond-Rengaine,
Spiegelgrün und ohne Spiel, die Wunde
Öffnet sich, wir leben, auch der Regent,
Zweimal, hör gut hin, mein erster Kunde,
Meister Lampe, denn beim zweiten Mal
Lebt man endlich so, als ginge’s ums
Ganze, lebt, als hätt’ man eine Wahl,
Lebt ganz ungeniert, und bis zum Rumms
Weiss man endlich, was zu leben hiesse,
Esel mehr als Hase, Mensch als Zahl,
Meister Lampe, höchste Stille stiesse
Kerkertüren auf, Tatoos aus Zahl,
Niemand kennt uns dran, und könnten
Unsre Schreie Mondherrs Killer killen,
Pforten orten, durch Gesetze sprinten –
Meister Lampe, komm doch, kille-kille.
