
Man wartet darauf. Das Warten ist eine Sache der Haare. Sicherheit besteht nur im Regen, der alles mit seiner Bürste striegelt, wenn ihm der Wind nihct grad mit seiner Kunst in die Geradlinigkeit fährt, auch Tasten. Das Warten ist ein Fasten, aber nicht auf reichere Gründe, nicht auf Gnade, ein Fasten auf kühle, Kleinmut, Frieden. Mag es belächeln, wer mag.
Bauhm verzichtet nicht auf die Murmelgründe, in denen die Eier der Bedenklichkeit hausen. Denen gibt er gern Spuren seiner bemoosten Füsse, seiner sanfteren Windkränze, da gibt es kein Halten mehr. Bauhm gleichgültet die Raffenden, die Lächelnden, wie Arschbacken Lauen. Sein Moos ist prächtig feucht und schmeckt nach Milde.
Lacht ihr nur, ihr Ungeweilten,
Streichelt eure weichen Teile,
Lacht ihr nur, ihr Ungewollten,
Schont die Zeit mit schneller Weile,
ich bin Fraus genug, den Welten
Abzusagen, die da ständig
Um- und Zustand neu zu keltern
Wagen, mir ist’s wohl am Rande,
Abseits still zu hausen, Finger
Haare zwirbelnd, denkend Banden
Knüpfend ein- ums andermale,
Banden, denen niemand danken
Wird, weil ihr abermalig
Nur um Zwecke, Ziele ringen
Könnt; im Grunde unterzahlig,
Werft ihr nicht mal richtig Ringe.
Lacht ihr nur, ihr Ungeweihten,
Brust heraus und blindlings marschiert,
Lacht ihr nur, ihr Ungefeiten,
Sterbt nur für das Vaterland,
Ich bin Fraus genug, zum Land
Anzuwachsen aus mir selbst,
Fraus genug, allein gesamt,
Bin die Deichsel und der Wagen,
Krug und Öl, Geduld und Wut,
Pflückend Hand, gepflückte Blume,
Sammle Tropfen Schweiss und Tränen,
Warmes Glänzen, stilles Krumen,
Holt die Glucker-Glitche runter,
Weidet Ozomatlis aus,
Wartend wird ich stiller, bunter,
Löse mich aus Zwecken raus.
