
Hellster Bittschrei. Bohrendes Piccolo, auch Pizzicato. Ein Witz mit zu viel Drive. Der blaue Dunst einer Geschichte aus vergangenen Gefangenen. Wie fern liegen die Diadochenkriege da hinten mit ihren Hopliten. Kümmere dich um die Tröge für die drögen Fanatiker, die vom Bitten nie etwas gehalten haben.
Bauhm zwirbelt die Pollenröcke. Erkennen, dass Gebiete in sein Sichtfeld drängen, die noch keine Aufgabe erhalten haben, das ist das eine. Verstehen, was für dröge Drücker sich der Macht bemächtigen, wenn die überspannten Saiten miauend reissen und in den Dunstwinkeln der Geschichte sich rollen, das ist das andere. Bauhm rafft seine Wurzeln um sich, als möchte er aufstehen.
Keine Witze, bitte, keine Gruben,
Die sich selbst nicht fangen können,
Keine Stränge, die beim Spannen Pfauen-
Schreie von sich geben, die gewönnen,
Wenn sie ohne Bögen blieben, lasst uns
Hofpoeten, die den blauen Dunst
Lieben, Sänger, Tänzer, Narren, lasst uns
Diese Lügner töten, alle Kunst
Führt ins Wüten hinter Spiegeln, bitte,
Bitte, wer weiss nächste Schritte, wer
Hat’s schon mal gemacht, wer weiss drittes,
Das nicht auch in Schuld uns führt und mehr
Noch, die Schuld uns abführt, aber nicht
Dorthin, wo die Palmen Liebeslieder
Singen, wo das Regenmeer uns trifft,
Wo die Schwestern Röcke waschen, Mieder,
All die Hitze, bitte, all die Ritzen,
All der Sinn, der wie die Katzenlieder
Eindringt, selbst in allerkleinsten Bitzen
Noch ein Leben führt wie unter Hühnern
Füchse… Ach, ein Hasenleben währt kurz,
Doch der Sünden Spanne hört nicht auf,
Wähle deine Worte weise, wähl gut,
Dann kannst du die Seele aufbewahren,
Während Schuld den Körper ganz zerfleischt,
Löcher bohrt, Witze reisst, die Sehnen
Singend fliegen. Übrig bleibt ein Geist
Voller Scham und Harm, doch Hase, sehne
Dich nicht wieder nach den Witzen, suche
Nicht in Ritzen nach dem Sinn, der trug,
der noch immer trägt, wasche Flüche
Aus den Liedern, hör den Klang des Krugs.
