
Kein Klang kommt daran heran. Eine Bratsche, auch Flöte, raut die Mauern auf. Die Mauern, die kaum noch gezupft worden sind; die Mauern voller alter Zöpfe, Stopflebern mit Erfahrungswerten von Enge und Gedränge. Was kräuselt sich nicht alles unter den Mauern, Wänden, Händen, die mit ihren Raupengliedern singen, als wär schon Krieg.
Bauhm hat mit den Raupen noch keinen Frieden gemacht. Er hatte noch nie etwas auf der Krim zu suchen, oder auf einem Spannungsbogen. Seine Existenz ist verborgen, nicht verbogen. Wenn er löge, dann –
Halte deine Wange hin,
Halt nur hin. Ich spielte gern,
Hase, hin auf neuen Sinn:
Freiheit, Bruder-Liebe, Anstand,
Reichtum, Aufstieg sind gestorben,
Krank vom Butterlicht des Sterns,
Der dich hiess zu streben, werben,
Wach im Schlaf, im Tag so fern
Eignem Tun, man könnte sagen,
Selbst in Windy Willows noch
Lange halb am Sterben, Magen-
Krämpfe, Trockenhusten, Knoten-
Brüste, Hoden-Schläge, manche
Ölung hat’s verschlimmert, so
Halte deine Wange hin,
Lass dich dahin lenken, wo
Ausverkauft die grossen Bögen
Sind, die jedem ich versprochen,
Lass dich dahin linken, mögen
Deine Freunde auch sich sorgen,
Wo die Haare fallen, niemand
Mehr mehr will, weil viel zu vieles
Fehlt, und deine Wange wird’s dir
Danken: Werd Susannas Schieber,
Halt die Ohren offen, Wang an
Wang mit andern Schafsgefahren.
Selbst in Windy Willows herrscht,
Das kann ich dir nicht ersparen,
Zwang des Hörens, Druck des Tuns.
Halte also deine Wange
Hin, mein Hase, lausch dem Schall,
Der dir sagt, nicht mehr so lange…
