O alter Duft

Crew exits a spacecraft on the Moon while two figures float nearby

Leise gleitet Wahrheit vorüber, auf Kanten, nach dem Lärm. Die Lüfte schwingen verdächtig nach Osten. Das Gokuri hat seine Macht eingebüsst. Noch ist nicht Krieg, vielleicht noch Lüge nicht, zerfetzte Rohre, auch Flöten, starren in den erdigen Kalk. Blaue Bäuche sind mit Saiten bespannt, die auch im Tod noch schwingen.

Bauhm wünscht sich eine Sterbensart, die nicht riecht. Ein Verduften.

Zahlen bitte. Fast als Los
Fällt die Wahrheit dich hinein,
Mich dazu, ein Zug am Lot
Voller Zukunft leer und kein

Lügen mehr brächte uns zurück,
Weite weisse Bahnen spreitend,
Die nun niemand mehr entziffert,
Lange Listen jener Zeiten,

Die nur zählten, statt zu pflanzen,
Die nur wählten, was sie ahnten,
Die nur quälten, was sie liebten,
Die erzählten, was sie ahnden

Konnten, Schluck, halswärts schön,
Fast ein Los, das keine Hiebe
Trifft. Die Mondessichel schnitt
Nicht mehr richtig durch, die Triebe

Hielten nicht mehr fest, was du
Einmal warst, ein Fallen vom Mast,
Schluck, Morast und fast das Du,
Das ich mir gewünscht, die Hast,

Schluck, die Hast, zu leichte Last.
Bitte, sonnumstrahlter Gast,
Einmal ist es gut, Palast
Oder Hütte, Schluss mit Rast,

Zahlen. Draussen sicheln Sicheln
Sicher schon die andern Loser,
Die mit Nachtgesängen eifern,
Die nach dir mit Lichtern suchen,

Die du ihnen aufgesteckt,
Zahlen bitte. Wahrheit schwemmt
Schon Gesichtskreis, Schluck, verdeckt
Spinnt dein Los, vom Trug verengt.

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