Madonna

Moon tavern with animal patrons, beer, guards, and credit board

Wieder schreit, schreit, pfeift aus letzten Löchern, aus denen gekommen die Zeit und das Mal. Kein Gott geht säuselnd vorüber. Wieder schreit, jault, klickt es in den Mauern der Anstalten, die immer zu machen sind. Keiner kann das lieben, keine.

Bauhm kann nicht lieben. Wieso auch, nicht wahr? Das Zentrum der Galaxie ist ihm anvertraut, häufiger als möglich. Die Fliehkräfte sind lächerlich. In solchen Rängen ist nicht gut Kirschen essen mit eigenen Begehrlichkeiten, ganz vergessen Piccolos, auch Flöten.

Alle können kommen, Belle
Heisst sie gern willkommen, Schaf
Oder hase, auf der Schwelle
Küsst sie dich und herzt dich, rot

Bleibt der Kuss an dir dann kleben,
Zeichen, dass an diesem Ort
Regeln gelten, die das Leben
Leichter machen, fast wie fort

Fühlen sich die Untertanen,
Fort aus Zwiespalt, einfach saufen,
Schulterklopfen, laut ahahnen,
Mägden an die Ärsche greifen,

Einfach Mensch sein, einfach frei.
Dort im «Belle-Melle» leidet
Nur die Börse, nicht die Würde, –
Ist sie leer, so hilft die Kreide,

Kreischend wie der Schrei der Magd,
Die dir auf dem Schosse hüpft.
Wer der Belle nicht gefällt,
Wird vom Bären rausgelüpft.

Belle stammt noch aus der Welt,
Drum ist sie so gütlich, deutlich,
Röcke weit wie’s Himmelszelt,
Arme kühl und fest und rötlich.

Mancher träumt davon, auf ihrem
Schoss zu sterben, blutig, glücklich –
Doch bei Belle stirbt niemand,
Hier ist Leben nicht mehr schrecklich.

Doch natürlich gibt es Razzien,
Bleibt der Laden oft geschlossen,
Hängen wir in Mond-Akazien,
Aber Belle bleibt unverdrossen.

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