Ländliches Vielleicht

Bullfinch perched on thorny branches over a Hoher Westerwald relief map

Wünsch dir’s wohl, so wirst weder simpel
oder grünlich, halb gefizztes Gelück,
halb mit Ketamin du kommen, Gimpel

der du bist, an diesen Strand der Walung,
weisst vielleicht von schwielend vielen Stück,
Wagnis-Wähler, angewärmt und simpel,

aufgeschlagnes Ei, vielleicht in Paarung
findst vertraut Gesang im Kran-Gelenk,
stringent wie das Bittbitt-Bitt des Gimpels,

führst die Zunge über Lippen-Nahrung,
kaum viel Trost, ein Bitz vorort-zurück,
adstringierend, weder gründlich simpel

noch vielleicht im Nebel kühl die Scharung
über Zweit-Bekenntnis, kahl die Lücke
überm Trotz, vielleicht ein letzter Gimpel

dir geschenkt, in Strenge oder Wahrung
erster Hoffnung, hoch in Wolken rückst
du den Wunsch zurecht, wo unten simpel
Land sich reckt, die Ahnung eines Gimpels.

Was von Bauhm zu sagen ist

Heap of rusty farm machinery enclosed by a weathered fence beneath an oak tree
A weathered wooden enclosure holds a heap of rusty farm machinery beneath a spreading oak tree.

Bauhm ist ein Gegenstand, der nicht der Zeit gehört. Noch nicht oder schon nicht mehr. Ich hätte gern gesagt, ein Bauhm; doch diese Lüge hätte sie mir nicht verzogen. Der Zeit gehören ist eine unbeschreibliche Freiheit, die in ihrer Beschränktheit nur das All hat. Nicht nochmal, weiss Bauhm. Ganz unverzichtbar ist ihre Gegenwart als Gegenstand, wenn Bauhm auch weniger dem Trotz als dem Trotzen obliegt – obwaltet. Gern hätte, möchte ich sagen, gesagt haben dürfen, wie sehr mir Bauhms Gesetzgebung mehr als seine Rechtsprechung gefällt. Denn das Feste und das Schlichte gefällt mir wohl, aber nicht das Strenge. Und obwohl mir weder das eine, das andere und gar nicht mehr das dritte gefallen, ist mir doch die Bewunderung schon nicht mehr nur übrig, sondern vielmehr bereits schon noch nicht erübrigt geworden. Bauhm ist ein Gegenstand, dem der Gegenstand fehlt. Wie immer ich es hätte sagen wollen, gesagt hätte es weher getan als vorher. Da ihr Gemeinheit mit mir, der hier gerade schon nicht mehr lebt, weder geschlechtlich noch gerichtlich vorzuwerfen noch anzudichten ist, versuche ich mich dem zu nähern, das gemeinhin noch nicht versäubert ist. Sich der Hinfälligkeit nähern, sich mit Rost wie mit Ruhm bedecken, und so sehr ich mein Steingesicht auch anstrenge, Rapallo bleibt mir genauso geschenkt wie

Beschwörung

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Ohne – sterben – leben. //: anlegen. Dünen. ://
Dünen – ohne – Revier. Dauern – möchte – einfach.
Ich – möchte – einfach – sterben. Ohne. Fahrzeuggebundene Einstiegshilfe.
//: dünen – ich – nur :// Leben – sterben – oh-ne.

Dauern. Fahrzeuggebundene Ein – ein- ein – dünen. Leben – einfach – möchte.
Ohne – einfach – sterben. Dauern – ohne – Revier.
Möchte – einfach – leben. Möchte – einfach – ohne.
//: ohne. ohne. :// Dünen – ohne. Sterben – ich.

Einfach – nur. Einfach. Revier. //: dünen-dünen. ://
Ohne – leben – sterben. Ohne – fahrzeuggebundene Einstiegshilfe – dauern.
Möchte – ich – leben – nur. //: Dünen – dauern. ://
Ohne. Ich – möchte – Leben – nur – ohne.

Ich – möchte – einfach – sterben – nur – ohne.
Ich – möchte – nur – sterben. Dünen. //: Revier. ://

Gedicht für 4 Stimmen

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Heim. währen. sehr – Oni – Zahl – oben – Erde.
Kehren – sehr – haften – Saal. Stein. //: Klartext – heim. ://
Erde – oben – Zahl – Oni – sehr. währen. heim.
Fiësch – kehren – rühren – strafen – Saal. //: Himmel – haften. ://

Erde – Saal – straffen – fiësch. Stein. rühren. //: vieh – isch. ://
Oni – Oni – haften. oben – oben – währen. heim.
Rühren. heim. sehr. – straffen – Zahl – Stein. //: Himmel. ://
Haften – haften – haf – ten. Kehren – Erde – fiësch – straf-

Saal – strafen – Erde. Heim – oben – Klartext – //: sehr ://
Sehr. Klartext. Heim – Erde – oben – Saal – oben.
Strafen – Erde – fiësch. Himmel. haften. //: Klartext – sehr ://
Strafen – kehren. Erde. Oni. Klartext – Zahl. oben.

Sehr – Himmel – rühren. Oni. Erde. //: Saal – Saal. ://
Erde – Oni – Himmel. währen. sehr. kehren. //: sehr. ://

Sibelius

Von fi:Daniel Nyblin (1856–1923) – What We Hear in Music, Anne S. Faulkner, Victor Talking Machine Co., 1913., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2593169

Am Anfang sind die Laute. Worte? Hahaha. Ein Krachen, Schneiden, Fiepen, Chroosen, ein Rollen und Rattern, Prusten und Pusten. Die Laute träumen, verbinden sich im Träumen, auf Höhe der Drosselgrube. Unbekannte Hebelwirkung dort, Hebewirkung. Ist das schon Wort, wenn es sich so an sich klammert, als sterbe es gleich, so ganz für sich? Worten heisst Loslassen, Aufgeben, eine Klammer öffnen, in die du träumst, wenn du träumst, oder denkst, wenn du denkst. Das ist das Erste, dieses Aufplatzen, dieses Auf- und Anschmatzen. Danach ist der Mund geschlossen, der Bogen deines Mundes, der eine Tasche ist, der Bogen des Lauts hängt sich an etwas, rechts, links, hinten, vorne, nebendran, dure-dure, drüber-über, untendurch, vorneaus, hintendurch, an etwas, das vorher nicht oder noch nichts war, und wartet auf ein Zweites. Ein Zweites, die geschlossene zeitähnliche Kurve, die aus dem Schwarzenloch deines Rachens kommt, umschliessend, aber niemals umfassend, es einschliesst, mitmeint in den Sack der Möglichkeiten.