Es ist kalt geworden, in meinem Kopf Herrscht Täube, Schwindel, nichts zu spüren Wär Tod… Maurer, nun, mach’s gut,
Meine Decke rutscht von der Brust, ich halt Sie kaum noch fest, es gehen Türen, Zieht der Schmerz der Winde durch meinen Kopf,
Ist das da mein Arm, und warum so kalt, Ist das die Hand von mir, berühren Warm, wendet mich, das tut gut,
Sink tief durch die Stunden der Wand, es hallt Lebendig, kann ich mich noch rühren, Unter meinen Fersen, da rollt mein Kopf,
Schnell fährt das Bett in den Haarewald, Äugt Mutter draus, ich möchte drin wühlen, Stein-kalt ist es schon, mach’s gut,
Kalt-gebrannt die Luft von der Bald-Gewalt, Granit das Licht, das Licht berühren, Hinter Wänden hör’ ich in meinem Kopf, Mach’s gut, höre ich, mach’s gut.
Also wenn du das meinst, ich bin nicht krank, Frieren muss ich auch nicht, und lange Weile Lässt sich grad ertragen, ich schaue raus
Auf den Fluss und rüber zum Turm und denke Langsam irgendetwas und fühl mich heile, Mehr kann ich nicht sagen, ich bin nicht krank,
Müd und stark und sinlos, ich überdenke Langsam meine Mutter, es ist als feile Ich am Zahn der Zeiten, ich schaue raus,
Sitz und sinn im Sessel, durch Nebelbänke Hör ich Stimmen dringen, ich bräuchte Beile Für die fremden Äste, ich bin nicht krank,
Wenn du das meinst, Blödsinn, ich kann noch denken, Einfach nicht so lange, ich denke Braille, Schaue auf die Möwen, es kommt nichts raus,
Alles bleibt sich gleich, gut versorgt in Schränken, Schrecklich ist dort drin das Gewirr, ich eile Nachts zum Kühlschrank, er ist mein Freund, krank, Nein, nein, weiss nur nicht weder ein noch raus.
Stell dir mal vor, es gibt keinen Gott, Engel auch nicht, vielleicht Mütter schon… Hängst vom Himmel herab, baumelst leicht…
Kopf in Lüften, vom Arsch kommt ein Duften, Vorn ein Ständer, ich denke manchmal schon, dass das Leben uns einfängt und Gott
Uns mit Gaben bedrängt, unser Schuften Dient nur Zwecken, ist bloss Spott und Hohn, diese Frau aber kann vieles leicht,
Tanz und Singen, sie steht über Gruften, Aus dem Leidlosen holt sie den Ton, Denken kann ich’s, es muss einen Gott
Geben hier oder dort, sonst verpufften Wir im Himmel, vorm Tod Opfer schon, Ist das nicht so, sie singt, liebt so leicht…
Dunkel hängst du im Loch, stilles Luften reisst dich weg von der Welt, schwarzer Strom holt die Stimme und das Lied, Engel, Gott, Mütter, fürcht’ ich, und nie fällt’s uns leicht.
Das Fahrgefühl in diesem Hybrid… Als hätt ich vorher Kutschen gefahren… Es warnt dich immer vor einem Totwinkel…
Beim Aussteigen Spurwechsel Abzweigen… Es schützt die ganze Strasse beim Fahren… Ein Gleiten wie durchs All im Hybrid…
Ein Vollhybrid… schau auf die Anzeige Es lädt jetzt auf… so kannst du sparen Im Fahren… smart-gesteuerte Totwinkel-
Vermeidungsmaschine… ja, Ohrfeige Für Fundis… fahr ihn seit 5 Jahren… Der Krieg ist heute auch schon hybrid…
Burmester-System kann was vorgeigen… Mercedes… ist Motor von McLaren… Jetzt schau… es zeigt mir grad meinen Totwinkel…
Dass Zukunft schon möglich lässt sich zeigen… Mit Tempomat die Ruhe bewahren… Geborgen fühl ich mich im Hybrid… Die Technik leuchtet tief in die Totwinkel…
Der Tag erstarb; am Ufer war’s, am Meer, das schäumt. Ich hielt die Tochter an der Hand – ein Kind, das träumt, Ein Geist, der schwieg im Lauf! Die Erde neigte sich, dem lecken Schiffe gleich, Sie drehte sich im All, taucht ein ins Schattenreich. Die Nacht stieg fahl herauf.
Die bleiche Nacht hob aus den Wolken ihre Stirne; Die Dinge schwanden schon, ergrauten, wurden minder, Ein formlos-blasses Weben. Wenn Schatten steigen, liegt bald Asche über allem; In gleichem Masse fühlte man die Trauer fallen, Die Schmerzen sich erheben.
Die da mit Denker-Aug Natur betrachten, sahen Von hoch die Urne, vage dunkle Öffnung, nahen, Sich überm Himmel neigen, Und giessen auf die Berge, auf die hellen Felder, Die wirren Fluten, die erfüllt von tiefen Reden,
Den Abend aus, das Schweigen. Es krochen Wolkenbänder übers Vorgebirge; Die Seele, wo sich Schatten mit dem Scheinen mischte, Sie fühlte unbestimmt, Entsteigen diesem Meer und auch der ganzen Erde Und unter Gottes Aug ich-weiss-nicht-was, was Strenges, Erhabnes, was sanft stimmt.
An meiner Seite ging die Tochter, die ich liebe, Die weite Nacht, wie Rauch kam sie heraufgestiegen. Ich träumte, wie ich bet Zu dir, mein Herr, ich sah und schlug die Wimpern nieder, Den Schatten, der entsteht in unserm Denken wieder, Wenn deine Sonne geht.
Da sagte dieses Kind, gesegnet ist’s, ich fühle es, Ich hielt es an der Hand, und meine Seele hielt es, Ein Engel, der fast Frau, Und zeigte auf das Wasser, die Küste braun und herbe, Und dort zwei Lichterpunkte, auf der Düne bebend, Sie sagte, Vater, schau,
Schau doch, da drüben, wo die Schatten hangwärts robben, Die Zwillingslichter leuchten wie ein Lampen-Doppel, Bewegt im starken Wind! Was sind die beiden Heime, dort im Nebel fern? – Eins ist ein Hirtenfeuer, andres ist ein Stern; Zwei Welten sind’s, mein Kind!
Die Amsel ist sehr laut Von der Regentraufe herunter. Ob das andere Geschrei Von hinter den Dächern Antwort heisst? Ich beginne so sage ich Mit meinen täglichen Verrichtungen. Bald wird die Amsel Kinder haben Aggressive Anflüge üben. Ich habe auch Kinder. Ich sage das bewusst. Mit Bedenken. Es ist angesagt Dass ich mich um sie kümmere. Kümmern ist wie trösten Nur besser. Was kann es mir Dass ich beides nicht kann? Ich esse immer das Gleiche. Ich sage immer das Gleiche. Ich finde meine Bücher nicht mehr Auf doppelt und dreifach beladenen Regalen Rechnungen auf Tischen begraben Unter Katzenhaar und Katzenstreu. Ich räuspere mich. Bleibe redlich. Verrichtungen Ermöglichen Verantwortung Verantwortung erschöpft sich im Gleichen Das ich immer esse. Im Waschmittel Und Toilettenpapier. Bevor die Amsel schreit Halte ich mein Können aus dagegen Dass es gleich ist: das Wiederholen Macht es nicht gültiger. Die Kinder gleichen mir zum Fürchten. Bald sind es keine Kinder mehr. Da bin ich aber froh. Vielleicht ist die Amsel so laut Vor Schrecken? Dass das Leben Saglos gilt? Ich kümmere mich nicht Um Antworten. Ich mache nichts Weniger als gleichen. Trösten Ist nicht kümmern. Ich habe weder Ahnung Noch Meinung. Beides ist gültig. Im Regen Rückt die Birke heran und drückt Im Wind ihr Haar an meine Fenster Wie forschende Augen. Oh nein Den Geruch des Kellerlochs vergesse ich nicht: Gleichheit und Gleichmachung gelernt. Interessiert Erkunde ich Vernichtungen. Was ich kann Bleibt sich gleich. Gültig ist es nicht. Aggressives Anfliegen Üben will geübt sein.