
Karakorum kommt nicht, kommt nimmer. Das weiss er jetzt: Sein Körper birgt noch zu viele Risiken, seine Gedanken sind wie die Zungensteine, die sich in den Wällen der Felsen der Reue finden, und die Zeichen im Kies, auf dem er seine Zähne verliert, haben immer noch etwas Besitzergreifendes, was sage ich, Hinwegführendes. Obwohl versengt, ist Artal nicht weich geworden. Er steht nicht mehr, ist aber noch immer hinter den Sturmsarg-Mären, die er nicht bestätigt noch verneint, in Sicherheit. Nicht wahr? Nicht wahr. Noch hört er die Schritte schlurfen, durch die Gänge hinter den Schlössern kommen und gehen, keuchende Worte und knisterndes Lachen. Artal will schreiben, wie er zuvor hätte schreiben sollen, kratzend und schürfend, er dreht sich auf die Schulter, streckt seine Hand gar nicht suchend nach den Steinen aus, in seiner Verlassenheit ist auf sie Verlass. Karakorum wird er nicht zu fassen kriegen, weder im Tod noch im Traum, solange Sturmsargs Haltung in ihm kernt und steint. Der Boden glänzt und spiegelt wie ein hohes Fenster, gerade kann er es noch sehen, dann schreibt er das Wort des zweiten Bannfluchs hin.
