
Ein Gerät röhrt im Himmel. Die Langsamkeit einer Subduktionszone hat nicht mit dem Machbaren zu tun. Die Unmittelbarkeit des Geräuschs befindet sich im Bereich des Glücks, von Gott gesehen zu werden. Im gelben Himmel rührt das Gerät ohne eine Notwendigkeit zu bewirken. Die vernarbte Haut der Masken überm Türsturz des Zikkurat hat etwas Lebendiges, Bewegendes. Sie scheinen die künftigen Gottesdinge zu erwarten. Aus den elementaren Schreiben der Vögel in den Luftwurzeln und Lianen ist eine Verachtung zu hören, die mit dem Machbaren keine Gesellschaft hat. Und doch sind es keine Vögel des Himmels. Der gelbe Dunst schmiert seine Schlaufen in den minzigen Wind. Stellt man sich das Spatzenhirn des Geräts vor, lässt sich ein So-Sein nicht mehr vorstellen. Winde drücken nicht, Tillandsien brechen nicht, Luftwurzeln pressen nicht, Spuren bleiben nicht. Das Gras hat die Farbe des Wiedehopfs. Es ist auch fast kein Gras mehr, wie die Vögel des Himmels. Manchmal schmiert das Gerät mit einem knirschenden Geräusch im Himmel ab. Dann drehen sich die Köpfe der Stenotypistinnen wie Minutenzeiger den Schlieren im Himmel zu. Dann müssen sie die Aufnahmen, die während der Ablenkung weitergeplärrt haben, in der Zeit zurückspulen. Am Fuss des Zikkurat knirschen die Käfer in den ungeschnittenen Büschen. Vor allem in den Abendstunden, wenn der Himmel grünt, hört man die Schreie der Archivare aus den oberen Stockwerken. Wenige Stenotypistinnen haben je einen Archivar gesehen, obwohl die älteren von ihnen inzwischen ihre Stimmen zu unterscheiden und erkennen gelernt haben. Aber die Schreie der Archivare in den Abendstunden sind auch keine Stimmen mehr. Der Minzgeruch des Windes kommt nicht von den Algen im Burggraben. Das Gerät ist noch nicht verstummt.
