Die Wellen schieben ihren Schnauz aus Eis

Die Wellen schieben ihren Schnauz aus Eis immer weiter den Strand hinan: breit und knirschend und ungekämmt
Ein gelbes hartes Wirbeln: windblind gehst du diesem Schnauz entlang: da
Wo das Land zu lächeln versucht: da beginnt das unerbittliche schlichte Reich des Unfesten mit einem bröseligen Versuch von
Wer weiss: Anteilnahme oder Übernahme: und den Schnauz siehst nur du: die Stiere am Hang werden ihm auch heute den Rücken zu: es ist zum Schäumen
Ich denke an die kargen verkrüppelten Arven im Gebirge
Einen Felsen umklammernd oder einen Grashubbel zwischen den Felsen: ihre Fakten sind sowenig meine Fakten
Wie der fliegende Sand in den Augen brennt und beisst und zuvor das Wasser
An den Knöcheln gemümmelt hat: du kannst nicht innehalten wie zuvor in deinem Hüttchen wo das Reisstroh in deinem Makura eine andere Sprache zu reden begonnen hat: die süsse Sprache von Männerschweiss vielleicht: mit blankem Seufzen hast du dich umgedreht und dem Knacken und Knurren deines Körpers gelauscht und bist hinausgestürmt in den Eisschleier des Tages: nur dein Körper kennt die Fakten und klammert sich an sie wie an die ein- und zweisilbigen Makurakotobo eines Gedichts: und seine hitzige und wimmelnde Weise erweicht die Knorpel im Gesicht der Welt und da watest du wie zuvor im blutgelben Korridor aus Leim und Reiswein: ein jeder Schritt ein Phänomen aus Einsinken
Anhaften und Losreissen und du hörst das Schaben der Eschen an ihren Schwestern und das leise Knistern der Kräutergarben im Garten im Wind aus Eis und summend wie ein ferner Generator: die blauen Lippen unterm Eisesschnauz
Formen Faktenzeichen von einer anderen Welt: sind die Ausleger einer westlichen Kälte und sauerstoffreichen Welle voller Krill und Walleiber: du stellst deine Getas auf das harte gelbe Gewirbel in der Erwartung eines Winselns und hörst nur das Rascheln von Eiskristallen
Die sich bis in ihre Spitzen fortsetzen und immer weiter und ausdauernd sich ins Kleinste verzweigen wie dein zerhacktes gezacktes Gefühl von einem schartigen Glück: ein atmender Panzer über dem See
Schwarz wie die angeschwollene Zunge meines Geliebten im Rachen und blau.

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