
Ich habe mich abgesetzt, und nicht nur im Traum, wo mich niemand kennt, nach der letzten Rede des Präsidenten, in der einmal nicht nur die Abschreckung, sondern die strategische Unklarheit im Zentrum gestanden hat, in der wir unser Leid wegdrücken, in die wir unser Leid wegdrücken, beides geht, dieser Tollkopf klingt eh immer wie eine Sturmglocke, wenn er wieder von Resilienz und von Durchhaltevermögen faselt, aber eine beschädigte Sturmglocke, natürlich habe ich mich zuerst hingesetzt, um mit mit dem Vortraum zu befassen, als die Usagi gelandet ist, hinsitzen, wegsitzen, absitzen, meine Hirnwindungen, die ich gut anfeuchte vor solchen Tragweiten, verflochten sich in meinem Kellerloch, umschnürten mich, aber härteten schnell wieder aus, ich werde schon zu einer Spaghetti, iih, iih, niemand befiehlt mir im Traum, das habe ich noch laut gesagt, bevor der graue Staub in meine Lunge eingetreten ist, was heisst hier, werde der Regisseur deines Lebens, aber es ist nicht nur ein Traum, die mindere Atmosphäre ist eine Herausforderung, die ich gerne annehme, denn ich werde ja noch zu mir, der Präsident wiederholte sutrenhaft seinen berühmten Satz, ich will auf Genf zurückkommen, er wäre ein gute Gyoji, sie verstehen nichts, sie werden nie verstehen, inzwischen ist es mir schleierhaft, wen er damit meint, die Rebellen oder die eigenen Truppen, denen er seine Killermentalität einschwört, ich habe das nun lange genug ausgesessen, sage ich mir zum x-ten Mal und male mir aus, wie die Trümmer weit verstreut werden, wenn die Gleiter wieder über der Stadt abgeschossen werden, ob jetzt Kopernikus-Stadt oder Agarum, ich kenne das Leben auf den Müllkippen, die plötzlichen Magnetfelder, der Mondstaub, der wie Asche schmeckt, einfach ohne die Wärme, manchmal auch der beissende Geruch von ortanischen Bestandteilen der Mondhände, höre das Singen der Ortolane, auf Genf zurückkommen, ich halte mein Feuerzeug an das Flugblatt, das von Anm. d. Übers. Gezeichnet ist, sie verstehen nichts, doch wer überschreitet die Linie, die das Reden vom Sagen trennt, häh, häh, man muss die Feigheit als Urgrund anerkennen, aus dem auch den Traumlinien befohlen wird, sich der Realität anzugleichen, eine voreilige Abschlagung des Bescheids, eine zuvorkommende Abflachung der Einschlagsstellen, auch dieser Anm. d. Übers. Ist nur ein weiterer Mann, der sich von seiner Feigheit hat verführen lassen, Rebellen hin, Truppen her, während die Gullys gierig gurgeln, Kotze und Blut, gravierte und echte Materie, die man früher organisch genannt hat, die kleinen Puppen der Mondhände im Kreis eingesogen werden, lautes, gieriges Gurgeln unterm Strahlenregen, der am Kraterrand so dicht wie Nebel wird, niemand befiehlt mir im Traum, ich sitze es jedes Mal aus, da kann der Präsident noch so ein Durchhalten befehlen, ein der Unklarheit verschwägertes, ich habe mich abgesetzt, und das ist nicht einmal ein Akt der Verzweiflung, ich lasse mich doch nicht länger beeindrucken, um nicht zu mir zu werden vor lauter Abschreckung, halbherzige Unklarheiten aushalten, während die Frontlinie ihre Trümmermoral auf die Unterstädte ausdehnen, ich sauge den Geruch des Plastikstroms ein letztes Mal ein, nehme meine Feigheit aus ihrer Verankerung, langsam steigt die Erde grünend überm Horizont auf, ich denke an die Roadrunners, an die Briefetappen, höre das Klappern von Geschirr aus der Garküche an der Ecke Ogi und Redemption Bldv., höre das Nokatta, Nokatta, Nokatta des Präsidenten, Genf, Feng, Negf, zischend, aufflammend, nehme im Augenwinkel das Fleischklatschen zweier öltrunkener Mondhände wahr, der eine sitzt schon auf dem Hosenboden, eine Rippe hat ihn durchbohrt, ich aber will noch was werden, meine Herrschaften, Genf kann mir gestohlen bleiben, wo ist das überhaupt, nichts steht uns zu, nichts steht uns mehr zu, als diese Sturmglocke, die dir im Hals eingeklinkt klingt, ganz trocken ist mein Gaumen, ich praktiziere jetzt mal einfach Yori-kiri, und nicht nur im Traum, und zwar an mir selbst.



