Gubaidulina

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Brummen kaum
Anwerdendes Nachmittagskauen
In die halbe Wachheit des Zorns
Ein Rachen harschen Schnees
Und das Bisschen nichtswürdiger Saiten
Unbegründete Sanftmut
Meineidige Vergangenheit
Stabilisiert in den Toren von Salamanderkehlen
Pfotenweiche Sättel
Auf den aufgeschobenen Käfigen
Von Drohungen und Beschleunigungen
Inmitten von nirgendsfüssigen Koriandergebeten
Am grundlos absteigenden Wall der Gleichmut
Und erwarteten Unterdrückung
Ratten von Ketten kaum
Über den ausgeborenen Nachmittagskefen
Sirrende Gegenwart aus nussigem Unterwurf
Das anfängliche Mähen von Bergkerben
Unter den angewandten Zapfen aus Zahl und Verständnis
Pfeifende Selbstverwendung im Angesicht des fallenden Reihers
Söldner-Geplänkel im Abschatten der Würde
Die soliden Fähigkeiten der Menschen ohne Kindreste
Ein Fisteln kaum
Inmitten der verhärteten Wurzeln
Ein aufprallender Aufklang der Freude.

Malvengräben

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Im Ganzen und Garen geht es hier
Um zu viel Fett
Um zu viel Lärm
Nur die Pyramiden in den mageren Kühen und die wenigen
In den Augen der Vielen und Lauten
Zäh errungenen Siegel-Siege
Die wie heisse Schächte über den Wolken-Ächtern aufsteigen
Zählen allmählich vielleicht
Und weit hinten liegen die Minzenweiden
Auf der Tora Waage
Ich sehe die Rollmöpse auf der Tanzbühne
Deren Regenbogen-Identitäten verblassen
Im Friteusegeruch zwischen Wissenwollen und Wissenkönnen
Die heissen Hufe der Glücks-Schächter klappern durch die Scheunen
Die Dünenpolizei hinterher
Den Schlamm des Nils an den Zockeln
Identitätskarten sage ich lassen sich nicht festhalten
Weder festhalten noch tiefer eindrücken in die Heringe im Pelz
Über denen die Streuselkuchen ihre Pollenfüsslein im Ende des Regenbogens baden
Wo Salomo seine Waage hingestellt hat
Aber nicht sein Schwert ruhen lässt
Das er gerne den Hirnvögeln vermacht hätte
Den Identitätskartenwächtern
Den von Malvengräben Redenden
Aber nicht den Kontrollkräften
Nicht sein Schwert
Und ich sehe beim Korn die hässlichsten Menschen der Welt an mir vorübergehen
Aus den Scheunen gestiegen
Aus denen das Nadisnah pfeift wie der Pfeffer
Und ich weiss nichts von der Liebe
Ich will auch nichts von der Liebe wissen
Denn dafür gibt es Vögte und Kümmerlinge
Die noch nicht wissen
Josef ist ganz und gar tot
Sie stehen am Jabbok mit ihren Mündern wie Scheunen
Je t’aime moi non plus
Am Tiber entfalten sie ihre mageren Lippen zu einem Gebet
Das wie der Regenbogen immer weiter geht
Aber nicht wie der Regenbogen ankommt
Denn was kann dieses sandige Flüstern denn auslösen in den wenigen fettfreien stillen Hirnlinien des Himmels
In dem du erntest was du nicht gesät
Und mit ihren mageren Worten
In denen sie die Malven parken wollen
Als könnten sie das Versprechen versprechen
Mit ihren Lungen voller Abendbrot und den Steinen von Davids Schleuder im Herzen
Auch Abu Simbel musste sich regen und an ein anderes Ufer legen:
Ein Sohn wird immer ein Sohn bleiben
Wusste ich und leerte meinen Korn
Ich will dich sagte ich gerne verlieren
Verlieren ist eine schöne Tat
Fast so schön wie das liebevolle Schmunzeln
Das du den Bösen und den Hässlichen entgegenhältst
Brillenlos und in Gedanken an die Inseln
Die wie Matjesfilets im Seichten obenauf schwimmen
Immer obenauf
Wie das Öl
Dem die Jungfernschaft genommen wurde in den Trögen
Woher die Wolken kommen und mitten im Shalom
Kaum breitbeiniger als eine Gebärende
Die auch nicht festhalten kann
Sieh genau hin
Du säst was du nicht ernten kannst
Mit Augen ungetrübt von Hass
Sieh hin über die Zinnen der Malvengräben
Über den Rubicon der heissen Erwartungen
Über die wundenfetten Identitätskarten
Durch deren Ritzen die geschenkten Kühe pfeifen wie das Salz
Und ich nehme einen Schluck von meinem zweiten Korn
Und sehe was ich nicht sehen will aber sehen kann
Höre was ich nicht hören will aber hören kann:
Wie das Salz
An dem sie leckten pfeifen
Entlang des Nils
Dem Wundenschleifer
Unter den Wolken in Scheunen
Und die Identitätsgrachten
Für die so weit zu fahren ist
Bis nach Banda
Bis in den rauchgefüllten reichgefüllten Tempel der Tropen
Wo die Menschen vor den Barbarengesichtern flüchten
Tragen sie doch das Kennzeichen
Das mit den Dingen verbunden ist
Die nicht zu wandeln sind aber zu brauchen
Und allmählich
Ein wenig wie von ungefähr
Schlüpft das hochgewanderte Licht an den Hirnvögeln vorbei
Auf die Malvenzirrhose
Auf die Torapolizei
Auf die Rollmöpse auf der Tanzbühne zu
Die wie Karten mit Zahlen wackeln
Eine auf die andere bezogen
Aber nicht auf die späteren oder die früheren
Einmal hier- und einmal dorthingeblickt
Ein Glück kann dem Kennen ausgewichen werden:
Als erhitze er mich
Blase ich auf meinen Korn
Der in den Farben meines Scheiterns glänzt
Und fein nach Waben riecht
In den öligen Schmieren vor dem Bienenhaus meiner wankelmütigen
Meiner nimmer ausgefahrenen Windmühlenkämpferinnen
Meiner grasgrünen wimpernzuckenden Stillebeutel
Die ungewogen auf dem Pflaster neben den Marktständen die Aufmerksamkeit von Fliegen und Maden auf sich ziehen
Ich weiss so sage ich auf meinem kippelnden Stuhl am Rande des Gevierts
So gar nichts von der Liebe
Dass ich sie gerne verlieren will
Noch- und nochmals
Denn dafür gibt es die Kümmerlinge und die Stockfische
Die bleiben’s dicke:
Ich kippele hier in Erwartung von Rahab
Ein Königreich für ein Seil:
Kirill ich sehn mich nach dir
Nach dem verheissenen Land
Das du mir gezeigt hast
Das aufgeht wie ein geschenktes Zelt
An dem die Matjesheringe mit ihren Kennzeichen auf ihren Flossen vorbeipilgern
Leicht zu falten und leicht zu spannen
Über meinen sieben Siegel-Siegen
Unter deren Bogen
Die für andere harte Henkel
Für mich nochmals zarte Schenkel sind
Die nichts versprechen aber auf ihren niemals weichenden Druck vertrauen
Unter deren doppelten Lächeln selbst ein Dünenwächter das Wandern im Wind verstehen könnte
Und ich schaukele unterm hydraulischen Röhren der Fahrgestelle bis nach Banda und zurück
Und zurück an Nationen von Scheunen vorbei
Will gerne aufs Lieben verzichten
An das Dienen mich noch ein wenig verlieren
Den Wolken
Den freien Ämtern
Den Katergängen
Den Hecken vor dem Gesetz
Im eigenen Rentabilitäts-Spektrum
Den unverheissenen Erwartungen dienen
Nichts von den Ernten wissen wollen
Aber einiges vom unerlässlichen unverlässlichen Säen
Und blicke in meinen Korn und sehe ihn schillern
Wie der Roggen auf den Feldern
Höre ihn knurren in meinen eigenen Eingeweiden wie die Fische in der grünen Tiefe
Und alle die sich die Zahl seines Namens hatten anbringen lassen
Die nichts verlieren wollten
Werden auf den Dünen stehen
Und nichts von der Liebe verstehen
Im wandernden Schatten der Malvengräben.

Zufall (All die Milchmädchen)


In einer so schwierigen Zeit
Gewohnheit ist ein Fremdwort und Sicherheit
Mitten in der Kutschenfahrt durch das märzgetriebene Erdland
Am Anfang von einer manischen Aufgabe an Teichen und Stubenfenstern
Unmöglich den Nadelstichen auszuweichen
Die teuer bezahlten abgeworfenen Stachel zu zählen
Das vom Sitzen seidige Leder nach dem langen Sitzen noch auf der Zunge wie ein Wort der Begrüssung
Abwechslung ist ein Stein mit seinen Ringen
Zerstreuung ist ein Pestwurz im Schatten der Holzstösse
Auf langen leicht abschüssigen an Nebelbänken liegenden Pfaden
Längst unerreichbar die Kraft für einen Field Holler
Unvorstellbar die Entfaltung einer Zuneigung zu einem Wesen
Das nachdenken kann und fühlen
Die zirpende Kunst des Findens verloren im ratternden Rasen eines Unterwegs
Das einer anderen Generation gewohnt war und ihr Sicherheit versprach
In diesem stossenden und stockenden Vorwärts
Vorsicht übend mit allen Gelenken auf einmal
Im kurzen Aufsetzen kaum Anstellen gar nicht Abrollen
Vorsicht übend mit einem Ziel
Das wie der Schwanz einer Katze zuckend schweift
Auf diesem so schwierigen Weg mit der Schmiere von vorgelebten Gefühlen und von vorgehaltenen Verfassungen in
den Augen
Mit der Erinnerung von Metallporen an den Wangen
Von Nieten im Rücken
Derart weit vorgerückt
Dass andere Sicherheiten zugunsten von Gewohnheiten aufgegeben werden mussten
Derart aufgeklärt
Dass in ihrem Licht Teufel zu Maschinen wurden
Ungeliebte Konfektionsspiegel
In denen zusammenfallen die gewölbten und die eingefallenen Busenfreundinnen
Die sich die Hände reichen über die taumelnden Tatsachen ihrer eigenen Person hinweg
Ein Aufschreien aus Sperrgebieten
Rufe von Tentakelbewehrten
Tief aus dem rumpelnden Prärie-Abgrund des Meeres
Erstmals ausgesprochene Fiktionen
Grün und kupferklingend von der Zunge eines Liebenden
Und im nicht mehr vom Spätlicht zu unterscheidenden Frühlicht
Ein wenig von dem ungelebten Leben belebt von dem Abschein auf den Wangen eines Milchmädchens
Ein wenig von den ungelebten Gefühlen erregt von den Schlangen der drei Bäume am Horizont
Drei sicher verankerte Zeichen für im Bauch der Kutschengesellschaft schlafende Vorstellungen
Zwei Fremdwörter
Dem aufklarenden Tag
Der aufhebenden Nacht hingehalten ohne Gedanken
Und ohne Erwartungen
Konvektionskörper für das Erstaunen
Karamellfarbene Blaupausen
In die Vektoren getrieben sind vom rasenden Rattern
Verlorene Aufgaben und nicht wiedergewonnene Eigenschaften
Künftige Vorsichten und vergangene Einsichten
Grün und kupferklingend von der Zunge eines Liebenden
Und im nicht mehr vom Spätlicht zu unterscheidenden Frühlicht
Ein wenig von dem ungelebten Leben belebt von dem Abschein auf den Wangen eines Milchmädchens
Ein wenig von den ungelebten Gefühlen erregt von den Schlangen der drei Bäume am Horizont
Drei sicher verankerte Zeichen für im Bauch der Kutschengesellschaft schlafende Vorstellungen
Zwei Fremdwörter
Dem aufklarenden Tag
Der aufhebenden Nacht hingehalten ohne Gedanken
Und ohne Erwartungen
Konvektionskörper für das Erstaunen
Karamellfarbene Blaupausen in einer so schwierigen Zeit
In die Vektoren getrieben sind vom rasenden Rattern
Verlorene Aufgaben und nicht wiedergewonnene Eigenschaften
Künftige Vorsichten und vergangene Einsichten

Ich fragte mich
Ob diese Spazierfahrt nicht eine Fiktion war
Die zu lesen ich mich bequemte
In der fliessenden Zeit
Und höre doch
Das fliehende Kinn in den Fahrtwind gedrückt
Die unter den Füssen zertretenen zuckenden Geschöpfe
Die im Bitumen eingeschlossen maunzen
Um Auslass jammern in den Augen der Markise
In dem Klopfen der Grand-mère
Und die 3 zurückweihenden Eichen mit ihrem Gehörn
Verschwimmen auf der schmierigen Scheibe meines Gedächtnisses
Mit den matten Platten der Milchmädchen

Ein kurzes Aufatmen kaum Luft holen gar nicht Einhalten
Für die Zuneigung gestapelte Ablaufdaten in einer so schwierigen Zeit
Sich selbst rächende Ziele
Langgezogene knirschende Schritte in den Wolken und in Nebel
Astaugen und Bergspitzen erreichend
Gitterstäbe von Toreinfahrten
Zu lange gekautes Spanischmoos
Der Weg wie dünner flüssiger Schleim im Hals
Der Austergeschmack der Enttäuschung
Der silberne Vorhang des Meers
Unter der Garantie der Sonne.


(Bild von Jürgen auf Pixabay.)

Notwendigkeit

Schmerz wellt die Zeit
Bricht Distanzen in Minenkörper
Weckt unselige Lüste
Ermutigt von den Sprenggradienten
(puh die Winkelzüge der Scherenschleifer)
Von den Tatsachenberichten bestickt
In denen nicht das Leid von wenigen aufkommt
Wandernde Walstätten verbaler Wehrlosigkeit
Rollt die Zeit mit Nervenenden wie Windentaue nicht in die Nähe
(wäre es nur Nähe)
Nicht in die Nähe und nicht in die
Von den unseligen Lüsten schiefen
Von minderen Wünschen beeinträchtigten
Behinderten Horizonte
Gespiegelt im Auge des Klippschliefers
Nein: in die peinlichen Punkte der Unaufmerksamkeit
Wo sich unverhofft die Nervenbahnen treffen
Von Mägden
Unerledigt wie Versprechen
Von Knechten
Bar jeder Wolligkeit
Aufkommend in den aufbrechenden Entfernungen
(oh andere Formen von Wissen)
Aus Meinung und Haltung
Mit steifem Glied und anschwellendem Ypsilon
Deren Körper tief in die zuckenden Massen von Zustand und Zudringen wollen
Willige Handreichungen für ungeschorene Grenzbeamte
Wach wachend hinter fischdurchzogenen Sprossenwänden
Hinter Harmoniumsklängen hustend
(puh das Seufzen der Fender Rhodes)
Wollene Kurbelkräfte im Morgengrauen
Unter die Nase gerieben von unseligen Monisten
Wache Wächter an welken leicht abfallenden Gerüsten
Trapper der felinen Fälle hinter Kurvenkräften
Vor den Toren Ninives
(oh andere Formen von Wissen)Aus Meinung und Haltung
Mit steifem Glied und anschwellendem Ypsilon
Deren Körper tief in die zuckenden Massen von Zustand und Zudringen wollen
Willige Handreichungen für ungeschorene Grenzbeamte
Wach wachend hinter fischdurchzogenen Sprossenwänden
Hinter Harmoniumsklängen hustend
(puh das Seufzen der Fender Rhodes)
Wollene Kurbelkräfte im Morgengrauen
Unter die Nase gerieben von unseligen Monisten
Wache Wächter an welken leicht abfallenden Gerüsten
Trapper der felinen Fälle hinter Kurvenkräften
Vor den Toren Ninives

Scham schwellt die Zeit
Spinnebeiniges Gieren
Spinnefeind den Tretmühlen
Den Halterungen zweiter Güte
Ursache für Hernien und Häresien
(puh die Meinungen der Asylbeamten)
Das leise Ticken der Unterwerfungen und Säumnisse
Das pressende Quellen der Hintergedanken in den Winkeln aus Verfügung und Verfugung
Glitzernder Stein an glitzerndem Stein und die Wände hinauf
Ein vorschnelles Vorhaben am vorschnellen Vorhaken
Eine Karawane von Kavernen und Caveat
(wie lebe ich nur wie lebe)
Und dazwischen die Nummerngirls in den Kurvengehöften
Assistentinnen der moribunden Moria
Aus Kabinen geschlüpft da hinten beim Fenster
Sehnenkräftige Vögel mit singendem Auge
An die Ferne gedrückt
(rote Algenblust bei Mwanza)
Geruchlose Pauker
Die sich über die Lachszüge beugen
(wo – bin – ich)
Die Rufe der Ibisse in den Gärten der Umkehr
Abgekehrte und abgeklärte Neigungen in einer Ordnung
Die von Tischen regiert wird
Von reglosen Rahmenbedingungen
Von Prozeduren des Protzes
In schleppendes Schlafen kurz vor der Vollinvasion durch
Nächste
In Nächten geboren ohne Geheul von Pennälern und Hyänen
In Wächten gewickelt voll lauterster Unternehmung
Und dazwischen die Brutkörbe in den Hebelkräften
(ich – in so einer schwierigen Zeit – wo – bin)
Und die Geierhorste der Rundfunkanstalten
Gefüllt mit Knochen und Macheten
Um Mandate ringend
Um ein Handgeld sich erklärend
Vom umsonst umkämpften Schemel heruntersteigend
Abstürze in Unschlüssigkeit vernachlässigend
Verbrennungen riskierend
Fein ziselierste Marmor-Prognosen ignorierend
Genfer Konventionen
Das Zimtwasser des Zögerns aufwühlend
Die berstenden Abendmahle und Pusteln des Widerstands beträufelnd und betäubend
Irgendwo an der demilitarisierten Grenze zur Willfährigkeit
(von Serrekunda von Sousse von Bobo-Dioulassa von Mopti von Durban von Dar es-Salam von Constantine von Lubumbashi von Gaborone von Bengazi von Nairobi von Lagos von Karabane von Kairo von Brazzaville von N’Djamena von Goma)

Pistille an den Bäumen erfüllt vom geheimnisvollen Geschmack der Erwartung
Borken schuppig vom Duft aus Ibiskot und vom Ruf des Wiedehopfs gefährdet
Ein Aufbrechen von Hernien und Horoskopen
(oh andere Formen des Wissens)
Steppengräser sich aufrichtend unterm Schritt der Besatzer
Im Stampfen der Tänzer sich regende Erdkrusten
In den Armkuhlen von Pedellen wachsende Plausibilitäten
Untersätze von Untersätzen von Untersitzern
Sehnenlange Spuren von Wunsch und Verdruss
Geknickte in lauterster Grammatik stehende Stuhlbeine an Tischen
An mitessenden Tischen
An nächsten Tischen
Auf denen die Professoren mit spitzen Hüten
Aufgeschnitten und ausgenommen werden
Tasten um Tasten
Ungewohnte Handreichungen für Abgesänge und Endzeiten
Sauerstoffarme Worte aus dem Rio Grande
Gierendes Gären über den Schrunden von Erdzeiten
In Kabinen kauernde Fussballmannschaften
Containerladungen mit zerfasernden Botschaften von Glück
Aufgepratzte präternatale Prämissen aus Diplomatie und Frühling
(mystérieuse réplique des pollens tout préparés pour les pistils)
Magenkunst und Menschenlust
Brutkörbe voller Bienenwaben
Schädel voller Löwenzähne
Heranschreitende Sicherheiten
Schwellkörper voller Wut und Scham
Im verschleppten Schlaf der Nervenenden
Ein nächstes Leben unter Bürzeln
Ausgelassene Adern der Befriedigung
Ungekämmte Haarsträhnen in Leang Timpuseng
(es verlangt dich gar nicht danach, mit deiner Frau und deinen Kindern ein rechtschaffenes, sicheres Leben zu führen, Bird.)
Steppengräser sich aufrichtend unterm Schritt der BesatzerIm Stampfen der Tänzer sich regende Erdkrusten
In den Armkuhlen von Pedellen wachsende Plausibilitäten
Untersätze von Untersätzen von Untersitzern
Sehnenlange Spuren von Wunsch und Verdruss
Geknickte in lauterster Grammatik stehende Stuhlbeine an Tischen
An mitessenden Tischen
An nächsten Tischen
Auf denen die Professoren mit spitzen Hüten
Aufgeschnitten und ausgenommen werden
Tasten um Tasten
Ungewohnte Handreichungen für Abgesänge und Endzeiten
Sauerstoffarme Worte aus dem Rio Grande
Gierendes Gären über den Schrunden von Erdzeiten
In Kabinen kauernde Fussballmannschaften
Containerladungen mit zerfasernden Botschaften von Glück
Aufgepratzte präternatale Prämissen aus Diplomatie und Frühling
(mystérieuse réplique des pollens tout préparés pour les pistils)
Magenkunst und Menschenlust
Brutkörbe voller Bienenwaben
Schädel voller Löwenzähne
Heranschreitende Sicherheiten
Schwellkörper voller Wut und Scham
Im verschleppten Schlaf der Nervenenden
Ein nächstes Leben unter Bürzeln
Ausgelassene Adern der Befriedigung
Ungekämmte Haarsträhnen in Leang Timpuseng
(es verlangt dich gar nicht danach, mit deiner Frau und deinen Kindern ein rechtschaffenes, sicheres Leben zu führen, Bird.)


(Das Bild verwende ich unter gemeinfreier Lizenz, siehe Wikipedia.)

Weiten / Zandvoort

Windspreiten über dem Sand
Windschreiten auf dem blossen Land
Ohren-Drachen
Ohren-Rachen

Die losen Fäden von Perücken
Zusammengefallen
Eingetreten zwischen Muscheln
Die losen Fäden von Albdrücken
Ich bin lieber zornig als traurig
Zerzaust wie die Mähne eines Kindes
Die seltsamen Kammern der Angst ergiessen ihre Engen
Pfeifend und surrend
Rieselnd und fliessend
In die Strandgras-Schöpfe: gelbe warme Sosse Abschied

Ein Geschöpf des Windes ist wohl besser als ein Geschöpf des Landes
Ein Geschöpf des Regens ist wohl besser als ein Geschöpf der Sonne
Ein Geschöpf des Endes ist wohl besser als ein Geschöpf der Industrie

Die Türme müssen dort hinten stehen als Grenzer
Die Schornsteine müssen da hinten stehen als Panzersperren

Schritte werden Meilen
Brüste Menschheitsgeschichte
Alles schreit verstummt im Wind
Zuerst nach Grössenwahn
Ich bin lieber zornig als traurig
Aber was hilft hier Zetern
Hier unter den Wettern
Hier unter der Sprache der Boliden
Albatros-Ohren und Albatros-Schreiten
Torkelnde Gewissheit und Sand auf den Zähnen
Die salzigen Haare eine Maske
Ein Geschirr über dem Schädel
Wogegen
Wer behändigte es

Aus den Ohren quellen die sauber schillernden Mut-Mütter
Die ersten Regungen von Freiheit
Von Abgelassenheit
Von stampfendem Kleinmut
In den Windspreiten über dem Sand
Von tobender Stille
Von ausgelassener Ruhe

Nichts bist du mit Wut
Nichts bist du mit Trauer

Füsse Flügel
Sandige Zunge eingerollt in die Stimmbänder
Leben wie eine der gestrandeten Quallen
An denen die Sturmvögel picken
Wie an Lebern und wie niedrig auch gefallen
Der Himmel auf die flache Scheibe
In der Münzen eben noch klingend und singend gerollt
Über dem Sand spreitet Wundhaken Wind
Diese röhrende Welt
Dieses Ende der Welt.

Navigation / Dienst

Richting Sand jammern
Kann jeder Richting
Wind heulen
Damit der Wasserhahn rechterhand
Brauche ich keine mehr
Eicheln und Kronen
Kobel und Wimpersäuseln
Geen Dienst
Untergang der Menschheit
Amüsiermeile nichtig über dem Porzellan
Über dem Schatten in deinem hellen Selbst
Zur Analogie erklärt
Zuckend und zögernd
Die Hände zum Waschen erheben
999
Wenn die Teller und Tassen im Buffet der Metrolijn nicht mehr rasseln
Overstappen in Zandaam
Brauche ich keine Allegorien mehr
Von dem erstaunlich wünschenswerten
Bilgenwasser
Uitgezondert die Felgenskelette
Im Aufgang zum Wimpernwind
Der Grachten zaust
Richting Waisenhäuser
Amüsiermeilen voller Sinaasappels
Erstaunlich ist der Untergang der Menschheit
Nicht wünschenswerte Signale und Aufschriften
Richting Sand
Kann jeder Richting Rolltreppenjaulen
Platz für die Hände zum Waschen
Über dem Porzellan meines Elefantenbeinschattens
Quer über die Magnolien-Analogien
Diesen gekräuselten Transportgewerkschaften
Erstaunlich irrelevant
Geen Dienst für die Allegorien
Spülicht vor dem Menschenzelt
Overstepped Körper
Overstappen geen
Dienst am Adamsapfel
Zandaam auf meinem Gewissen
Auf meinem Richtingswert
Und amüsierte Schläuche
Abgetretene Schilder und Sandbehebungen:
Kann jeder
Dosenfleisch und Dosengeist
Uitgezondert und ausgepult
Altenheime kann jeder
Jammern mit den Wegzeichen
Bahnhof über einer Gracht
Die keiner kann
Heulen mit dem Wasserhahn rechterhand
Heulen mit den Händen über der Enge eines Hafenbeckens aus Porzellan
Rechterhand gekämmt von den Wimpern eines Windes
Gekrault von den Händen eines Sandes
Kann jeder: 999 Keime für
Ein gutes Ende
Über dem die Felgen fehlen:
Brauche ich keine mehr

—–

Das Bild des Bahnhofs Zandaam ist von

Von Fantaglobe11 – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0.

Mondaufhängung

Versuchte Aufhebung zum Mond
In einer angespannten Gaze und in
Violettem Tundraleder
Auf Kohlebergen mit genügend Schaumk-oben
Im aufgesplitterten Bug
Die Armaturen säuberlich aufgereiht
Accounted for und ein r-r-r-rosa Schiff wird kommen
Schwarze Mondscheibe und besch-sch-sch
Das Ross des Ringgeistes kreuzt kopflos die Beine
Aber noch kein Tanz accounted for
Nur das Rasseln des Sisyphos
Mit dem roten Tuch für den Stier
Und der Finger Gottes steckt im Hals der schwanken Garderobe
Und die Fahrräder fahren geräuschlos an ihm vorbei
Und wird beschiessen die Stadt und im Gaumen
Könnte es der Wind sein auf allen Vieren
Und die Hose hat ihr Gesicht in die Balken gehängt
Ver-r-r-ursachte Aufbahrung
Winkel 25 % über der Felge
Und Stelzen schrummen über den Beton
Mondreizung schwarz und ein rosa Schiff
Wird kommen gibt Licht hinein der Mond
Morgenlich-
T um 9 Uhr accounted for
Versuche die Schlüssel
Das Rad die anderen Anhängsel
Blue moon und strange fruit
Die-ier Gedankenlohe-Ross kreischen mehr
Als die Parallelbojen und der Schrei des letzten Mannes da oben
Von den Paraboldünen erstickt
Oben auf dem schwarzen Haufen
Mit rotem Haar wird besch-besch-beschiessen die Stadt
Und Burchemeista setzt sich in die Äste des Apfelbäumchens.

Promenade

Zeit verkürzt den Raum.
Erfahrung weitet ihn.

Der Weg am Fluss zu kurz.
Seine Länge für ein Kind
Schwer einzuschätzen. Der Pausenplatz:
Eingefallene Lunge einer Kindheit.
Wo der Volg war
Mit seinem Reichtum:
Coiffure Yvonne. Die Luzernerstrasse
Immer noch ein steiler
Motorisierten Wildwest.

Für einen Moment
Bei der chemischen Reinigung
Als röche ich Lauge
Stärke und Trockenheit.

Erfahrung belebt den Raum.
Zeit verengt ihn. Plötzliche
Nähe. Zischen und Pfeifen
Des Dampfkochtopfs
Als schnitte ich Zwiebeln
Bei Oma in der Küche.
An den Händen den weißen Schaum von Kartoffeln.

(Mit Dank an fietzfotos für das stimmige Bild.)

Traurige Illusionen

Es begegnete vielen. Einigen eignete das eigene Traurige. Andere glauben immer noch, es handele sich um einen Anlass wie Kuss. Doch richtete es sich auf erhabene Weise in der Frau auf, in derselben, und ihre zweite Form, zu dem sie Grund hatte, entstand im Dunst des ersten Geschriebes. Jeder Anreiz, ob bemerkenswert oder nicht, gehörte zu denen, die von Meisters Intellekt herrührten. Dieser, mit seinem oberflächlichen Optimismus, war kein Freund des Zweitenwendigen, und die Werke schreiten seither voran. Es wäre noch einmal zu streben danach. Aber eine Gewohnheit des eigenen, stoischen und sentimentalen Schicksals? Leidensbereitschaft zusammen mit sich selbst, die unerwartet von Liebe sprach. Sie zu etwas Makellosen machen… und dein Gesicht zu sehen und kennen, dass von Ungläubigen die Erfüllung all dessen, was frei von allem, erforderte. Von irgendeiner armen Illusion schimmerte es doch, nicht wahr? Des Steintaumels zerstörtes Belieben lenken, und das Wunder freute sich zustande. Und bestimmt konnte es helfen, überzeugt zu sein, wenn auch später als Grossmuter und ihre klugen Menschen. Leichtherzig liebte sie, aber keine anderen Könnige der frühen Artikel. Denn sie war von der… rer… der… rer…

Dies ist ein Cut-up aus Virginia Woolfs „Augenblicke des Daseins“, einer im S. Fischer erschienen Sammlung von autobiografischen Skizzen.