Vater o Vater

Mit wenigen Atemzügen schaffst du Erbarmen mitten im Zorn: Otosan: dein Königreich der Wut ist eine schmale Schulter mitten im Wellenwurf da heraussen: und stampfe darauf auch Amataseru in ihrem ungläubigen Verdruss über deine Erhebung und führe ihren Drohtanz auf
Mit gewaltigem männlichen Stampfen: die Haare wie die Zweige des Sakaki-Baums auf dem Kagu in alle Richtungen gesträubt: und längten die lange krähenden Hähne ihre Hälse hinaus aus den Fluten des Tokoyo no kuni: mit wenigem Weiten deiner Lungen gewinnst du Gnade vor dem Zorn und dein Königreich der Wut
Erfasst von der Flut versinkt im Schatten
Den die Berge im Osten dir spenden: Otosan
So finde doch die linden Regungen deines Geistes wieder: das verwüstete Schilfland werde ich dir zurechtkämmen: die zornigen Brauen von Ojisan Namazu sind in der Seetiefe untern den Wurzeln der Wurfsteine nicht zu erkennen: Otosan
Lass die Blumen des Bösen auf deiner Zunge verdorren: OtosanLocke mit deinem tanzenden nackten Körper und den lufterfüllten Wangen unter deinen Augen eines Inoshishi in der Gänze seiner Kraft die Göttin hervor aus ihrer Höhle
Grabe mit stampfendem Fusse im Tanz
Und deine Arme fliegen wie die Zweige des Sakaki-Baums im Wind
Und dein Glied hüpft wie die Schnauze des Delpins über den Wellen
Schaffe ein Lachen Otosan unter den Göttern
Ein Lachen der Trunkenheit mitten im dunkeln Schilf unserer Tage
Mitten im windumtosten Königreich der Wut: die verschmierte Vernunft selbst
Wird sich erweichen und klären und mit linden Atemzügen mitten im wilden Kreisen deiner Füsse: Otosan
Zeige deiner Wut deine blanken Sohlen: vor der unwaschbaren Schwärze des fernen Landes aus dem das Krähen der Hähne lang ausdauernd aufsteigt und wende deinen Blick doch ab Otosan
Von der blinden träge werdenden Zukunft ab und wende dein aufgeblähtes Segelgesicht Otoutosan zu und mir
Mit wenigen Atemzügen siehst du unsere silbern blendenden Antlitze dir entgegenkommen und hinter dir spannen wir die Shimenawa vor den dunkeln Ort.

Mizaru! Mizaru!

Wie ein Lederschild erhebt: beugt sich der See in den gelben Morgenhimmel und ich sauge an den strengen Erlebnissen
Die vormals die Heiterkeit aus den blanken Anlässen gewunden haben: es ist nichts zu sehen
In dieser frostverbissenen Haltung des Landes ist nicht zu sehen
Wie sehr die Dinge sich immer noch in ihren Eigenschaften verkrallen: fast leidenschaftlich anklammern: die Affen mit ihren leuchtenden Ärschen besammeln sich an deinen Knien und zwängeln um deine Hand
Zu lecken das menschliche Salz
Das du dir aus den Augen gewischt: unerwacht stehe ich im Winter und
Sehe nichts von den Anhaftungen
Nichts sehe ich von den mizaru-Schreien der Blesshühner mit ihren spitzen Visagen und den Echsen-Augen und die Algenbärte schwenken ihre grauen Fortsätze in den Sand: ich sehe nichts
Das nicht jeden Zweiten tötet: und der Lederschild
Über dem breiten Rücken von Namazu-san beugt den Rest von Klang
Den Rest von einer fünfsilbigen Überzeugung
Die du bisher in freundliche Anstalten von Pause und Aufatmen
Von Schau und Ansicht setztest
Von zugehaltenen Entscheiden und abgehaltenen Unterschieden: in eine fiepende Unruhe beugt er sie
In eine unverzierte Erinnerungs-Scheide
In einen unverifizierten unlackierten Taumel von leidenschaftlichen Erinnerungen
Von im Stirngraben an der Hecke des freundlichen Nachbars freigelegten weisslichen Wurzelschnäuzen: die Wellen an der Nasenwurzel vertiefen sich
Und die blanken Anlässe
Die vormals die Heiterkeit den Entscheidungen entwunden haben
Kriechen blind durch die Augen der Polarhais unterm Lederschild und die Reichweite meines Blickes verbindet sich mit den mizaru-plärrenden Blesshühnern
Die unter diesem nicht länger hüpfenden Spiegel finden
Im schlüpfrigen kalten handtiefen Wintersud des Sees
Was sie brauchen: wie schwarz lackierte
Wippende Pegelzeichen markieren sie den Ort
Wo der Karpfen auf halber Höhe mit dem Ausdruck eines Weisen durch die blanke Schwärze gleitet
Mit seinem schwertlosen Scheidenmaul über die von fast gelbe grünen Algenhaaren bedeckten Geheimratsecken der Namazu-Burg
In der Tiefe wo du die zweiten Gründe versenkst
Dahin staunt.

Schon immer eine

Schon immer eine
Die im Tal zwischen den Wellen und den abseits liegenden Fährten: in den Formen der verformten Schiefergelände: in den
Kämpfen der Fische gegen das Gemüse ihre Stirnen bewegten und die Augendotter in ein Vielfaches zerspringen liessen: Eifer und Hunger: schon immer eine
Die den Spiegeln in den ständigen Höhlen der Pilze zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt hat: mit abgewandtem Kopf murmelst du vom ungeraden Abseits
In dem der Wels sich längt und allmählich seine Zeit findet wie eine Glocke aus Spiegeln: die Farben der Täler haben die Wellen mit ihren starken Strichen schon verlassen und wie eine Ähre schüttelt du dein roggengelbes Haar: die unbewegten Beweger haben sich ein wenig abseits aufgestellt
Unbeeindruckt vom rosaroten Bauch der Lachse und den dunkelroten Wangen der Beeten und bewegen nur leise ihre krautstieligen Lippen
Als Vorbereitung für einen Kuss denkst du mit einer Hast in den Füssen
Den Tempel umkreisend
Den Tempel wo alle versammelt sind
Pflaumen und Datteln: Rogen und Rochen
Den Tempel mit deinem raumzeitlichen Erregungszustand in ein Beiseite rückend
Kreischend auf seinen spiegelnden Schieferplatten
Auf eine Linie weder gerade noch folgerichtig
Und deine aufgeschlagenen Augen
Die im Tal zwischen den Strömungslinien von Atem und Neigungswinkel aufgehängt als Botschafterinnen nur mehr das Offensichtliche: die Gesetze sind keine Gesetze mehr: plärrend verkünden
Die Gesetze an die sich ein Wels oder eine Steckrübe in ihrer weder entseelten noch beseelten Vorform und mit grosser Wahrscheinlichkeit immerzu optimistischen Auffahrt aus der Lethargie und dem Dunkel von Erde und Wasser nicht
halten könnten: die Blicke nicht nur getrübt von ihren ungeraden unvertieften
Ungekauten Anlässen: Go Ryo schenkt uns seine seine sommersprossige oder gesprenkelte Ansicht kaum mehr zu den verabredeten Zeiten und die Täler
Die Täler mit ihren Löchern und Sickergründen und unscharfen Aussichten: bronzefarben wie die Kehle von Ume-Boshi
Doch warst du schon immer eine
Die den Strichen und Lettern sich nur mit grossem Widerstand zugeneigt hat: als seien sie Narben im Gewebe der Wirklichkeit:
Weil die Farbtöne einer Brühe
Oben in der Burg von Meister Kessel
Den diagonalen Strichen der Winde und den gewundenen Linien des Alters widersprechen
Und die Fläche des Tals bestreichen mit ihrem priesterlichen Pastell:
Und du wischst dir den Satz aus der Stirn
Den Satz aus Kielwasser und Erdkrümel an deiner bronzenen Schur und ziehst deine Seele ab
In die Herzen der Rüben im schwarzen Mund der Erde: abseits vom Glanz der Schuppen.

Haifische zählen

Kannst du die Haifische zählen
Über die du gestiegen: unter dir dieser graue Optimismus
Dieser grausame Optimismus und dein Fell verkrustet vom Salz: möchtest du nicht ein Loch nehmen im Boden
Dir zu eigen nehmen im Boden und hineinsprechen oder deine Ohren hineinlegen wie Räucherstäbchen um die Linien der Wellen
Die alle wie die Gesichter von Gaffern bei einem Hochseilakt in ungefähr die gleiche Richtung weisen
Mit den Händen an ihren Ohren aber du
Gehst über dem Hiei auf wie ein Tor ohne Torii: kannst du für mich die Haifische zählen
Über die du steigst: vom Osore-San bis hierher zu mir: Kikazaru
Flüsterst du mit deiner gespaltenen Lippe: du bist der Fährmann: der Stegwärter: der jeden zweiten tötet beim Übersetzen: als könntest du in Wahrheit über Würde und Zweck
Über Gründe und Ziele entscheiden: zwischen Grund und Ziel
Unterscheiden auf den Wanizame balancierend
Sie mit deinen kräftigen sahneweissen Schenkeln in Form und Anstalten stampfen: als seien sie schon immer
Anlässe für angenehme Gefühle und erhebende tragende
Gründe gewesen: läufst mit deinem Kikazaru-Zwitschern durch die Wellen und Berge und die Münzen klingeln helle wie die Stimmen der Neugeborenen in der Erde
Der leichten grasigen aufstiebenden Erde: unter deinen Haken aufstiebenden Erde: üer die raue grausame Haut der Haifische
Hinweg geht dein Weg: wenn ihr nach Buddha sucht wird euch der Buddha-Teufel holen:
Deine Spur sind die Sterne wie Reiskörner im Abendhimmel und die Seemonster mit ihren ausgestülpten Kiefern: das Kinn vorgestreckt wie ein Sakebrauer: mit ihren ausgestülpten Mägen: im Nebel und im Mehl des Erbrochenen
Schipperst du durch die stille starre Luft: Kikazaru
Kikazaru: kannst du die Haifische zählen
Über die du gestiegen auf deinem Weg
Der dich das Fell gekostet hat: eine Erkältung vom Fall durch die Maschen des Netzes entfernt: sprich hinein in den hoch und wie eine Linie aufragenden Bambus-Hain: sprich hinein
Hinter dir bäumen sich die Wellen auf von den Flossenschlägen der Wanizame in ihrer vergeblichen Bemühung der optimistischen Zerstörung aber du
Du bist bereits zu hoch am Himmel.

Die Kraft der Wellen

Die Kraft der Wellen: Masse und Stoss: ausgesandt von der Mitte des Sees
Als fiele in gleichmässigen Abständen der gleiche Schieferstein auf seine Oberfläche und liesse die Botschafterinnen ausschwärmen: die Kraft der Wellen:
Geschwindigkeit und Gewicht: ist ohne Anfang und ohne Ende: kann sich nicht erschöpfen: es sei denn
Ihre Energie verliert sich am Ufer in all den Tropfen und versprüht lauwarm in mein Gesicht: die Kraft der Wellen ist nicht vergeudet
Niemals ist die Kraft der Wellen vergeudet in ihrer Abhängigkeit vom Land: doch mein Denken und Handeln
Hier am steifgeschlagenen Land
Aufgebracht aus der Trägheit meines Daseins
Aus der Schwere meiner Nutzlosigkeit
Aus der schwankenden Gewissheit einer unaufhaltbaren Gegenwart in der Form eines unherstellbaren Selbst: einer kraftvollen aus mir stürmenden Abwesenheit
Mein Denken weniger als mein Handeln
Mein Handeln mehr als mein Denken
Heben sich vor dem Hintergrund der Zeit wie der hüpfende Schieferstein ab vom angespannten Wasser
Grau wie der Wolkenschlauch
Der von den östlichen Pässen herunterkommt und keine Hindernisse kennt
Im Gegensatz zu den Wellen des Sees
Die mit vergleichbarer Eindringlichkeit anstossen an die Kante der Erde
Auf der ich mit meinem unsagbaren Körper stehe
Der seine Kraft in Schritten vergeudet
Die nirgendwo hinführen
Auch nicht zu einem dinglichen Selbst
Der seine Gedanken im Kreise führt
Die immer kleiner und enger werden
Ohne je durch die gewonnene Geschwindigkeit auslaufen zu können: kein Land in Sicht für diese Kraft: ich erinnere mich an die Schreie der Ashigaru
Die in Gottvertrauen oder in der Verleugnung des eigenen Todes oder in der Furcht vor der Züchtigung
Auf die Nanigata der Gegner zustürmten nach meinem Befehl und sich dort verfingen
An ihre Schreie die niemals dem Schaumrascheln der Wellen gleichen werden
An die Schreie des Hirsches an sein dumpfes Keuchen mit meinem Pfeil im Bauch und meine Schreie gleichen ihnen ebensowenig wie der jubelnde Ruf des Adlers an den Abhängen in meinem Rücken
Denn die Kraft der Wellen ist nicht vergeudet
Ist in Abhängigkeit gespendet: eine Gnadentat
Eine Botschaft: ihre kreisenden Läufe: ihre fast spielerische Zurückhaltung bei der Annäherung an das Land: ihre demonstrierende Höhe vor dem Zusammenfall mit dem Land: gehört zum Land: gehört zum See: vielleicht sogar zur Bergspanne
Und meine ausufernden Schritte: meine auslaufenden Gedanken sind vergeudet: gehören nicht in diese Abhängigkeit und in dieses Geben.

Das den Wellen vorgelagerte Land

Auch wenn das Land den Wellen vorgelagert ist in deinen Ansichten von Ernte und Schmerz: auch wenn die Perspektiven noch vor den Stirnen in rasende
Vorhersehung zerspringen: nimmst du mit jedem Schritt
Dessen Wort zwar ausgelöscht wird von den Zügen an der Ufertasche
Mit jedem Augenblick von Boden und Ferse
Mit dem du die Zeit sprenkelst
Den Raum in negativer Pradikation aufteilst: nimmst du einen silberfreien Rahmen auf der erntetief in Richtung deines Handlaufs läuft: die Kälte nimmt den Indigenen nicht einmal die Fusssohle: auf den Brettern: schwarz von Feuchte: pressen sie ihre vokalfreien Fakten an ihre bodenlose Brust: die Ufertasche füllt sich mit dem weissen Brosamen von Entführung und Behändigung: die Sprache ist Mann: Susanoos Nägel ausgespannt wie die Mondsichel in die Zukunft: in deinen Aussichten von Leid und Tenne lagern die Wellen in den Ufertaschen wie haltlose Hände voller Ohnmacht
Die nur darauf warten die Stirnen mit ihren rasenden
Vorgelagerten Fakten zu verschütten mit den zwei Silben aus dem Mund eines Bauern: den Wettervorhersagen oder der Unruhe des Geschlechts: selbst die Ianfu sollen hinüber und die Berge schütteln in den ersten Stunden des Frühlings den silberfreien Staub ab und aus den Spalten sprengen die ersten Nächte
Die dem Bushi gehörten:
Wie die Nacht schlüpft Yasuke zurück in den Mantel der Geschichte: wie zerrissener Stoff klingt sein Lied: die heulenden Frauen umzäunen die Flüsse und die Sprache: du selbst
Bist nichts: negativ prädikativ wölbst du deine Stirne wie ein Kinn in die Windstille: ein Mikroklima gegen die Mondsohlen in den Augen: gegen die aufgehobenen Schultern und die eingeschlagenen Waben ist kein Kraut gewachsen und die schwarze feuchte
Erde mit ihren schmatzenden Fakten sagt aus
Was dein Töchterlein nicht fühlte: nochmals fällt den Indigenen die Finstersonne auf den Körper wie ein Bart: wie eine Waldschneise
Die sich auf deine Ufertasche öffnet: Sprache ist Mann sagst du mit dieser springenden Saitenstimme einer Schnee-Augen-Ianfu: alles liegt angehäuft in den Scharten von Holz und Weg: das Schlimmste beherbergen: das Schlimmste lecken wie die erste Wunde: die Biometrik richtet die Proportionen
Auch wenn das Land von den Wellen vorgelagert wird in deinen Absichten von Enden und verminderten Terzen aufgesprengt von den Perspektiven Susanoos
An den Himmel gekränzt von den Perspektiven der Ianfu: niemals ist die Steppe fern und das Fell: und die Garben des Meers und die Garben der Fersen streuen die Tuschefäden
Sprengen die Tuschelettern: Ejakulation der Konsonanten in deine erstfreien Träume.

Tsukimono / Bakemono

Eine Welle bevor sie fällt schützen: ein silberner Gegenstand in tausendfacher Teilung: unfähig zur Atmung und doch
Nicht selbst: ich denke an das trübe blinde
Jagende Brüten des Biwa-Hoshi auf den Steinstufen zum Tempeltor: ein feines Pfeifen begleitet dieses Sitzen und sein Gesicht beschränkt sich nicht länger auf Mensch und Mann: Bakemono
Tsukimono: wie geschmolzener Berg
Wie ein vom Schweiss vieler Stimmen fettgelb gewordener Liedschaft liefert der Sänger seinen Schatten den Steinplatten und lässt ihn steigen in die Gesichter der Gören: Tsukimono
Bakemono: einer der Opferbeamten reckt sein Kinn
Als stosse eine Katze ihre Stirn in meinen Schoss: in meinem Kässelchen rasselt der Atem des Landbodens: die wenigen Schritte auf dem Steg genügen schon
Auf dass die Nebelschwingen die Dinge auf den Rücken der Männer und Menschen in Schweigen hüllt und hebt ihre gesenkten
Hängenden Lider über das Knarren von Holz und das Saugen von Wasser in den ersten blanken Spiegel des Kiefernwaldes: der Biwa-Hoshi hört die schwappenden Schritte auf dem Hashigakari und brummt und summt in seine Furcht hinein: ein jagendes
Blindes Grün auf der Zunge des Opferbeamten
Als seine Blicke die meinen treffen: in seinen Augen klappern die aufgeschreckten Hühnerknochen seines Glaubensgebäudes: die aufblitzende Tinte auf der Suche nach eine Fressfeind: ich rassle mit meinen Landboten und errate mehr und mehr
Das Wachsen der Tsukurimono da heraussen
Wo nicht die geringste der Kiefern mehr ihren Gang geleitet: nur die starren Stirnen der aufgeworfenen Wellen: Tsukimono
Bakemono: die schwarzen Zahnschaufeln
Schleichen sich ottergleich da heraussen
Auf dem Steg an die Beigaben heran: und hinter der Wand aus Nebel und reifer Luft
Höre ich den Atem des Biwa-Hoshi über und über bestückt mit den ass-grauen geschwollenen Stirnfalten der Windgötter: eine Welle bevor sie fällt schützen: ein silbernes Grundstück in tausendfacher Teilung: unfertig zur Atmung und doch willig
Nicht länger mehr selbst zu sein: aus dem breiten Arsch des Opferbeamten steigen die Regenbogenfarben eines Fasans herauf: darauf die Zahlen seines Gesetzes
Seiner Regler und nicht eine einzige Strophe zur Strafe für das Tsukurimono
Der Biwa-Hoshi und ich ihm für die Hanbutai im Warten aufgefaltet haben: Kokon aus Wind.

Der Steg zeigt als Finger

Der Steg zeigt als Finger hinaus in den Fluchtnebel: das Sashimono hängt tranig an seinem Bambusstab
Ich selbst nur ein ungewisses Zeichen in der ungenauen Landschaft: ein Faden von Bewusstsein und beginnendem Hunger
Mit einem Atem wie eine jagende Katze im silbernen Gras: ich selbst
Unfertig wie die Wellen
Die wie unfertige Worte am Ufer mümmeln
Mit einer zahnlosen Rastlosigkeit ihr
Mugamuga beten: noch wollte keiner übersetzen: an solchen Morgen
Wo selbst der Gedanken an einen Menschen aus Fleisch und Blut
Mit seiner ganzen hohen Hucke aus Töpferei und Handwerk: mit diesem Buckel eines Botschafters aus Gokuraku
Halb Lieferantin von Werkzeug halb berin von Unheil: ich werde heute warten müssen
Wie immer wird mein Steg seinem abgetrennten Weg über das Wasser lange lange darlegen wie ein Mann
Der unfähig ist
Selbst mit einem Fuss am ersten Stein des Anstosses hinüber ins Jodo: selbst mit der Gewissheit des warmen Blicks von Amida:
Selbst mit dem feuchten Achselhaar
Das sich kräuselt wie ein Mogera wagura in den Abendstunden: ein gefährtenloser Satz von Fakten und Fahrten
Unfähig ist über sein Muga hinweg zu steigen wie über einen Haufen Ochsenkot: unfähig ist
Mehr als nur seine Biwa mit sich zu tagen: an der Hand des jungen Mönchs oder Monds der sich vor meiner Maske fürchten wird: Gokuraku ist dort
So werde ich ihm sagen: dem kleinen Amida: wo das Muga wie eine Spinne mit ihren Tentakeln sich saugend an deinen Unterleib legt: immer noch ganz F-R-A-U im Gesichtsfeld eines Mannes:
Selbst mit dieser Hannya-Maske
Die halb Schadenfreude halb wirklichen Schmerz zeigt: und das Sashimono regt sich
Wie die schweren Ölflügel des Kormorans goldig im Abendschatten glänzen im schwarzen Wasser unterm Nebelfilm: der Steg zeigt als Finger hinaus in den Flussnebel und flappend erklingt das Lachen der Kindeskinder: erklingt
Selbst ich kann es hören: das Schlurfen und Stampfen eines Tanzes und ich kneife meine Augen zusammen im Warten am Steg: klingele mit meinem Kässelchen: wie unfertige Worte steigen die Töne über den Fluss ohne sich die Füsse zu benetzen: das Klopfen eines Hammers auf Eisen und das Kichern der anderen Frauen.

Niemand kann behaupten

Niemand kann behaupten die Erde ist als Paradies
Herstellbar: niemand kann behaupten halbseitig begraben zu sein
Mache dich besser: verändere dein Antlitz und auch deinen Witz: du kannst einen Menschen schätzen in seiner brüchigsten brachialen Unfähigkeit: findest alleweil noch die kleinste Vertiefung im Sand vor dem See
Die eine Form von Spur sein könnte: niemand kann behaupten nicht an den Grimassen zu kleben
Die ihr die Zeit erlaubt hat: den Barkassen nachzuträumen die ihr über ihre Stirne gegaukelt sind: niemand kann behaupten
Es sei ein Leichtes seinen Körper als Monster zu sehen: ein Anker
In die Tiefe der Bindungen geworfen und zwar
Ohne Bewusstsein für die Tat: ohne Bewusstsein für die Folgen: ohne Bewusstsein wie immer: niemand kann die Erde in ihrer Wellenform
In ihrer aufgebäumten aufgeharkten haarigen Wellenform schätzen: niemand hat je versucht den Bergen im Osten dieses Lächeln abzugewinnen unter dem sie halbseitig begraben liegt wie ein eingeklemmter
Halb vom Schnee zugedeckter Vogel im Garten: und seine Rufe haben diesen mageren körnigen Klang deines Kissens mitten in der Nacht
Wen die Fakten sich genug lange: zur Genüge: aufgetürmt haben und aufgebockt über deinem fahrigen feurigen Gesicht fuchteln wie die Hände eines schützenden und jähzornigen Vaters
Der halbseitig gelähmt im Hüttchen auf den vom Urin vollgesogenen Matten vergeht und mit seinen harschen Worten nochmals eine Form von Paradies herbeirufen will: niemand kann behaupten ein Körper wie ein Monster sei eine Form von Läuterung: Ursache und Frucht in einem
Niemand kann behaupten die leiblichen Tatsachen verwischten nicht die unsichtbaren fein verzweigten Blätterspuren des Windes in unseren Köpfen: die Schrunden und der Schorf
Können nicht abgelassen werden: du kannst nicht ablassen vom formlosen Kantern deiner Ideen selbst hier in dieser abgrundtief menschenfernen Hütte in der Nähe dieses Stegs über den Fluss: die Erde als Paradies
Niemand kann das zu Recht oder Unrecht behaupten und doch spürst du
Deinen Körper wie ein Monster unter dir in die Knie brechen wie ein zu lang gehetztes Ross: niemand ist lange genug bescheiden genug.

Die Wellen schieben ihren Schnauz aus Eis

Die Wellen schieben ihren Schnauz aus Eis immer weiter den Strand hinan: breit und knirschend und ungekämmt
Ein gelbes hartes Wirbeln: windblind gehst du diesem Schnauz entlang: da
Wo das Land zu lächeln versucht: da beginnt das unerbittliche schlichte Reich des Unfesten mit einem bröseligen Versuch von
Wer weiss: Anteilnahme oder Übernahme: und den Schnauz siehst nur du: die Stiere am Hang werden ihm auch heute den Rücken zu: es ist zum Schäumen
Ich denke an die kargen verkrüppelten Arven im Gebirge
Einen Felsen umklammernd oder einen Grashubbel zwischen den Felsen: ihre Fakten sind sowenig meine Fakten
Wie der fliegende Sand in den Augen brennt und beisst und zuvor das Wasser
An den Knöcheln gemümmelt hat: du kannst nicht innehalten wie zuvor in deinem Hüttchen wo das Reisstroh in deinem Makura eine andere Sprache zu reden begonnen hat: die süsse Sprache von Männerschweiss vielleicht: mit blankem Seufzen hast du dich umgedreht und dem Knacken und Knurren deines Körpers gelauscht und bist hinausgestürmt in den Eisschleier des Tages: nur dein Körper kennt die Fakten und klammert sich an sie wie an die ein- und zweisilbigen Makurakotobo eines Gedichts: und seine hitzige und wimmelnde Weise erweicht die Knorpel im Gesicht der Welt und da watest du wie zuvor im blutgelben Korridor aus Leim und Reiswein: ein jeder Schritt ein Phänomen aus Einsinken
Anhaften und Losreissen und du hörst das Schaben der Eschen an ihren Schwestern und das leise Knistern der Kräutergarben im Garten im Wind aus Eis und summend wie ein ferner Generator: die blauen Lippen unterm Eisesschnauz
Formen Faktenzeichen von einer anderen Welt: sind die Ausleger einer westlichen Kälte und sauerstoffreichen Welle voller Krill und Walleiber: du stellst deine Getas auf das harte gelbe Gewirbel in der Erwartung eines Winselns und hörst nur das Rascheln von Eiskristallen
Die sich bis in ihre Spitzen fortsetzen und immer weiter und ausdauernd sich ins Kleinste verzweigen wie dein zerhacktes gezacktes Gefühl von einem schartigen Glück: ein atmender Panzer über dem See
Schwarz wie die angeschwollene Zunge meines Geliebten im Rachen und blau.