Augenweide

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Bevor du lange lebst und in der Augenweide stehst, wo die Kühe die Feuchtigkeit der Achseln einatmen, komm nach

Xi’an, zu den Lippenblütlern mit ihrer Sprache vom Welken, Reue im Gebet, Trauerweiden,

Offene Wunden, vergrabene Ohren, Koppeln für die Grenzen, die wühlen, Hände, die nicht fühlen,

Orte, die nicht Träume durchbohren, Räume der Reue, Reue, erste muhende Mühen, lange ist es ehr, Totholz und Faulholz, schlucke die Xylose, ernte die Neurose,

Tränke die ausdruckslosen Körperteile in den Drachentränen, Reue im Gedicht, was für eine Augenweide mit diesen Kühen, die den heimischen Himmel besingen, hier, hier.

Wien

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Ölige Ebenen, Gelsen-Mauern, Nebenschauplätze des Tantrayana, am Kieselufer glätten braune Wellen die Zeichen der Zeit, Grasschöpfe lösen sich vom Festland, achtäugige Uhren bewachen den Amberschlaf aus

Bitten und Dung aus den Stallungen, auf Birkenlichtungen den Speichel der Schnecken schlürfen, Kurlande für jenen Schmerz, immer noch hängen Fetzen von der Magenwand zwischen den Zähnen, der als Kieselsäure in Worte fliesst,

Xanten, deine Luft kannte nur Täter, Kristalle des Weinsteins, Wachs über den Fährten, harzige

Tränen, 13 Jahre, 13 Jahre in der Fremde, 13 Jahre Begrüssung, jeden einzigen Morgen, 13 Amphoren mit herbem Schleim gefüllt, Faltgebirge aus 13 Jahren, reinstes Leinen in den Truhen,

Obdach keines, keine Bücher, spitze, scharfe Dinge, wiehernd, rot wie Gelsenbisse, komm in die Hitze der Steine, hinauf auf den Pass, was sind schon 13 Jahre.

Maboroshi

Beim Einbinden ist alles Pschat, Kuttelkraut, Mundgeruch, Narbenzahl, die Spanne ist ein Pfeil, die Freude trockener Zweck, sandiger Fleck,

X-mal schon hat ein einziger Abend die Sichel nach links gerückt, den Norden gewechselt mitten im Begriff, ein letztes Mal diese Kränkung, Irrtum ausgeschlossen, Kuhhaut fürs

Tao, schlappende Schritte in einer Händigkeit, die Gekrümmtes ausrichtet auf den gemeinen Wortsinn, Magensäfte wie Salben, Rabengebete,

Oh, der Zeitvogel, schwarz im Feld, die letzte Lippe im Süden, alternder Scherz, eingestandenes Oder, Aushauch von holzigem Noch, dieser letzten Quaddel, komm in den Tod, wende die Zeit

Babylon

Von Jim Gordon – originally posted to Flickr as Saddams‘ Reconstructed Babylon, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4859955

Ortsübliche Essigmütter in der Fremde, Schalentiere als Botenbrot, kampfersanfte

Obdachlosigkeit, Ysopzweige als Trostpreise, Besties mit Ute der guten, Metzelspiele, Schmerz, der sich nicht ausspeien lässt, selbst in grösster Angst krallt er sich in die Magenwände, würziges Moos auf den Warzen, Schwein gehabt am Euphrat, Schwein gehabt in

Babylon, niemals ist es zu vollbringen, Borstendickicht, Abschiede hinieden wie Spinnenhaar auf Zungenwurzel, saures Bier

Trinken, auf Opfer verzichten, wenn Schönheitsflecken unterm Salböl Konstellationen formen, zirkelnd,

Xenotransplantationen im Schwemmland grosser, glatter Dinge, die schimmern wie Siegelringe, komm in den leidenschaftlichen Schatten des Majoran.

Rückengedicht

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Xoanon für die Käfer, mit dem Rücken zur Zeit, bohrende Lebensträume,

Offene Hölle, versteckte Gebärden, springende Lämmer,

Birkenwalde,

Treue im Gebet, wortbrüchig im Streben, Birkenwalde, Gunst für Larven, Augen, die nicht sehen, Ohren, die nicht hören,

Hände, die nicht rühren, Träume, die nicht wandeln, komm in die Sprache von Achsel und Schulterblatt, Birkenwalde, Birkenwalde, das Heimchen singt.

Salzgedicht

Von dronepicr – cenote in valladolid mexico, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=45110979

Beifuss oder Minze, nach vorn gerichtet statt nach hinten, uneingelöste

Objekte, kurz vor der Biestifikation, der Schall eines Abschieds, Karotinoide oder Karotiden, fahlgrüne Kaiserschnitte,

Tantrische Umstände in gelben Übergängen, rollende Fühler über ungesprochenen Druckpunkten,

Ohngebote in Karst, lange Dauer in Kampf, Widerstand und Gebet, umschlungen in

Xibalba, nach innen, nicht unten, in die Tiefe der brennenden Galle, komm in die erlittene Petrifikation, zu den Halobakterien.

Lob des Lebens

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Orakel eingestellt, es ist nicht schwer, von Myrrhe zu leben, unter Mandelbäumen, in Meintaten zu baden,

Beinhart den Schatten des Barocks im Herzen aufzubewahren, auf dem gelben Pfad in die holzige Geruchswelt hinüberzutragen, weit über die Godzillataler Alpen hinweg, den Marmorschenkel, amberweich, hier hier, dort dort, verwaist und verweint,

Tabakartig mit Kaffeegeschmack, ein Lösungsmittel für

XP, schaukelnde Kapitelle in Kafernaum, eine kieselsäurescharfe Schelle, vom Orakeldienst befreite

Ordnungshüter, komm in die Grübchen, hinten, vorn, vorn, hinten, Riechmuster für das Ehebett, es ist nicht schwer.

Grenzübergang

Von Tsukioka Yoshitoshi – Internet, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=139107573

Ohne Tränen, die kaufen, noch bevor mehrdeutlich wird, Winterling oder nicht, in dieser Schranken-Welt, die Leere räumt sich,

Träume von fliegendem Flausch, pummeligen Daten,

Obdachlosigkeit im Übergang, lückenlos, unkäufliche Spuren, weder Birkins noch Lapdances, Zeit aus

Xenotim entsprungen, überirdische Urashima-Taros, Schnecken-Schlüpfer, ein Mardi-Gras-Hüpfer ins Zentralgestirn der Mantelvorstellung, fliehende Positronen, In die Falten des Raums eingedrückte Neutrinos, staubtrockene Scheiden,

Brückenlos, leer wie eine offene Blüte, vom Kauf gezeitigt, komm in den Betazerfall, ins Tal der Tränen, die wärmen.

Sichtbare Schöpferin

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Bevor der frühere Himmel kommt, Tiamat ihre Wut und Marduk seinen Schutz verlieren, die Sicht sich auf das tiefe Einst erstreckt, die glatten Dinge unter Fluten aus Schweineleber, Eigelb und Karotten begraben werden,

Orthogonale Strafrichtungen die verdrehten Jadegötter mitschleifen,

Obasan ihre Krapfen verteilt, die wie Hände auf Tischen winken, aus der Kält und der Ungehaltenheit gekommen,

Tanzende Netzhäute blinkende Nebel weiten, Zerstörung der anderen Farben am Himmel, Olim in der

Xerophtalmie abfällt, abschält, runzliges, noch nicht ranziges Gelb, das auf Momotaros Wangen zur Röte wird, komm in die Veilchenzeit, überblicke in Gleichmut die Kessel der Schöpferin.

Falsche Propheten

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Teerschwarzes Spiel, Geschichtsmaske aus Vergehen und Vergeben, unsichtbares Laminat ausgebreitet über das Gesichtsmanko,

Bernstein-Blüten, gebadet in Follikelschaum, allgemeines Gefallen ohne Begriff, der leichte Geruch von Pfefferminz-Ausläufern, die nächste Warzenaustreibung mit Warzab/Extor, die Strasse von Hormuz im Barte des Propheten,

Onkologie mit Klangschalen und lügenden Jeremiassen, make history great again, gefederte Alhambras, aus dem Nichts, mit dem Nichts, vergebenheitslos, unvergänglich,

Ordentliche Zerstörung von Enge, Weite, ausblühende Wucherung unterm Lebensbaum, ja, Thyatira, du bist gemeint, minderjährige Braut, Jerusalem oder

Xianggang, Käfige für Begriffe, Ausläufer des Bösen, Fehler der Propheten, komm in das Unverdaute, das unbewehrt und unbewahrt der Mauer und dem Iron Dome spottet.