
Windspreiten über dem Sand
Windschreiten auf dem blossen Land
Ohren-Drachen
Ohren-Rachen
Die losen Fäden von Perücken
Zusammengefallen
Eingetreten zwischen Muscheln
Die losen Fäden von Albdrücken
Ich bin lieber zornig als traurig
Zerzaust wie die Mähne eines Kindes
Die seltsamen Kammern der Angst ergiessen ihre Engen
Pfeifend und surrend
Rieselnd und fliessend
In die Strandgras-Schöpfe: gelbe warme Sosse Abschied
Ein Geschöpf des Windes ist wohl besser als ein Geschöpf des Landes
Ein Geschöpf des Regens ist wohl besser als ein Geschöpf der Sonne
Ein Geschöpf des Endes ist wohl besser als ein Geschöpf der Industrie
Die Türme müssen dort hinten stehen als Grenzer
Die Schornsteine müssen da hinten stehen als Panzersperren
Schritte werden Meilen
Brüste Menschheitsgeschichte
Alles schreit verstummt im Wind
Zuerst nach Grössenwahn
Ich bin lieber zornig als traurig
Aber was hilft hier Zetern
Hier unter den Wettern
Hier unter der Sprache der Boliden
Albatros-Ohren und Albatros-Schreiten
Torkelnde Gewissheit und Sand auf den Zähnen
Die salzigen Haare eine Maske
Ein Geschirr über dem Schädel
Wogegen
Wer behändigte es
Aus den Ohren quellen die sauber schillernden Mut-Mütter
Die ersten Regungen von Freiheit
Von Abgelassenheit
Von stampfendem Kleinmut
In den Windspreiten über dem Sand
Von tobender Stille
Von ausgelassener Ruhe
Nichts bist du mit Wut
Nichts bist du mit Trauer
Füsse Flügel
Sandige Zunge eingerollt in die Stimmbänder
Leben wie eine der gestrandeten Quallen
An denen die Sturmvögel picken
Wie an Lebern und wie niedrig auch gefallen
Der Himmel auf die flache Scheibe
In der Münzen eben noch klingend und singend gerollt
Über dem Sand spreitet Wundhaken Wind
Diese röhrende Welt
Dieses Ende der Welt.
