Schwellenauge

(Dank an Jan-Mallander für das Bild.)

Das Auge schwillt weiss auf über dem roten Fleisch
Aus dem das gackernde Leben klang
Sprich tropische Dinge hiess es
Nichts hat mit etwas
Etwas zu tun: die Blüten der wütenden Zehrung
Das Wüten der blühenden Juckung
Unvertäute Stauung von Ehrgeiz und krossem Jochbein
Etwas hat mit nichts
Nichts zu tun
Die durchfeuchtete Daunenbude deines Mütchens
Das aufgezähnte Gurren der Tauben in der Eibe
Die drohende Klage der Katze
Der Stumpf deines Traums im bleichen Lüftchen:
Sprich von der Würze hiess es
Und etwas fiel mir ein
Mehr wie der Schaum auf dem Sud
Der mit dem Sieb abzuschöpfen ist
Nahrung für eine zitronenhäutige Zunge
Ohrung für die Muskatnuss eines Gebets
Das Lutschen am Finger hilft beim Denken an die ungeschriebenen Verse
Und das Auge im roten Fleisch
Eine erste Bitte um etwas wie unabhängiges Leben
Eine letzte Ehre für das Nichts
Aus dem du wächst:
An dem du wachst:
Dieses Nichts mit deinem Namen
Jochbeine und Knäuel von Rückenhaar und Mangel an Würze
Die Katze reisst die Tauben aus der Eibe
Hinaus in den taubengrauen Himmel
Der etwas ist wie Fleisch
Und die Tauben sind nichts wie die Daunenwände deiner rotrandigen Sumpfnächte
Sprich Nackendinge hiess es
Und mein Ellenbogen strich mit seinem gleissenden Auge über den blassen Schatten der Nase.