Ich bin es,
ich werde noch,
ich bin es,
ich war schon,
aus mir stammst du,
aus meinem kehligen Dreschplatz,
aus meinem Muttermund,
der geduldig spricht von dem einen Wort,
das ihm entschlüpft,
das sie hergibt,
ich bin es,
ich werde noch,
ich bin es,
ich war schon. SELA
Die Haut des Kieselsteins,
die Haut des Olivenbaums,
die Haut der Traube und des Kirschkerns,
die Haut der Schoten vom Karobbaum,
das bittere Albedo des Granatapfels,
die Spelzen der Gerste,
die das Licht zum Wachsen gescheut hat,
das Lid eines Ungeborenen,
die Zunge des Esels,
die Wimpern des Fuchses,
die in den Achseln wachsenden Zwiebeln der Lilie,
und ihre Samen aufgereiht wie eine Rolle Schekel,
die tropfende Wabe der Bienen,
ich bin es. SELA
Die Strähnen vom Flachs,
das Haar der Spinne,
die Linie des Horizonts,
die Haut der Welle,
die reifend bricht,
die Haut des Windes,
die dich kühlt,
sie langt bis in dein dunkles Herz,
und die Alraune mit ihrem Gesang,
Du-Dah-ee, Du-Dah-ee,
dringt tief in die Erde ein,
die steifen Beine der Zicke,
die Hasenscharte deines Vaters,
das Zungenbein deiner Mutter,
ich bin es,
war es,
werde sein. SELA
Die Lippen des Gliedes,
die Lippen der Vulva sprechen von mir,
der Kot der Fledermäuse auf dem Felsboden der Höhle,
Darmpech und Biestmilch,
der aufgestellte Schwanz der Ziege,
die angelegten Ohren des Esels,
das Schnüren des Fuchses,
die Poren deiner Nase,
das Pochen deiner Halsschlagader,
die Schneide des Grashalms,
das Häutchen des Nagels,
der Staub im Spreu,
das Korn im Auge,
ich bin es,
ich war schon,
ich werde noch,
du komme zu mir,
du komm zurück,
ich bin ja da,
ich werde es sein,
falte dich nur,
ich nehm dich zurück,
du bist ja mein.
