
Sorgende Worte sind mein Auftrag
Bergende Blicke sind meine Mühe
Angleichende Ohren sind mein Wohlsein
Ausgestreckte Hände sind mein Abzeichen
Nach Muskat riecht mein Heil
Auf der Zunge vergeht das letzte Salz meiner Zukunft
Hingewandt will ich lauschen
Vorgeneigt will ich erkunden
Mit jungfräulichen Fingerbeeren will ich befinden
Worauf wir uns beziehen
Was uns zweie stützt und hält
Schnuppern am Schweiss der Einsamkeit
Der über unseren Ort gegossen ist wie das Fruchtfleisch der Passionsfrucht
Was den einen quält und die andere stählt
Vorgebeugt die Maschen prüfen
Zählen und prüfen
Prüfen und preisen
Die federleichten Reepe
Preisen und halten
Vorgebeugt wie ein Ringer
Schmecken am Lachen
Was die eine grämt und den andern wärmt
Grade Worte fallen schwer
Kein Leichtes sind präzise Blicke
Im Lebenslärm die Ohren verloren
Schon lange haben diese Hände nicht mehr liebkost
Zunge ist ein dumpfer Hebel der würzigen Wörter
Riechzellen meiner Nase begingen gemeinsam Apoptose
Zuverlässig will ich zeugen von deinem Leben
Zuversichtlich will ich bauen
Woran wir beide glauben
Was uns zweie eint und teilt
Errichten und lichten den Weg vom einen zur andern und zurück
Mit der Nase wühlen im erdigen Schlund der Löwengrube
In dem das Heulen und Zittern süss brennt wie Nelken
Mit den Fingerspitzen die Waage berühren
Die schwankende Mutter der Freundschaft
In deren Schalen aufbewahrt ist
Was die eine freut und den andern reut
Berühren und erhören
Den Hebeldrehpunkt wo sich trifft
Was den einen grämt und die andere wärmt
Erhören und beschwören
Über die ganze Distanz zwischen den Schalen
Ausgestreckt wie ein Kranich im Flug
Sorgende Worte sind mein Auftrag
Bergende Blicke sind meine Mühe
Angleichende Ohren sind mein Wohlsein
Ausgestreckte Hände sind mein Abzeichen
Nach Muskat riecht mein Heil
Auf der Zunge vergeht das letzte Salz meiner Zukunft
(Image by Gennaro Leonardi from Pixabay.)

