
Ich kenne die Geduld des Bauern
Ich kenne seine Furcht
Sein Brüten über der harten Erde
Widerspenstig ist die Erde
Und eigenwillig dankbar
Wie oft ringst du ihr kein Jahr ab
Das Nein ist vielzählig
Flüstert wie die Kiesel am Ufer
Unter meinen wunden Sohlen
Ich kenne es kenne es
Kenne es: ist es nicht
Als Spott in den Tierrufen
In den spröden Stimmen des Bambus im Wind
In den hechelnden Wellen des Flusses
Im keuchenden Schmerz des Scheissens –
Auf diesem Eiland
Umgeben von den gelben Gefilden des Flusses
Werde ich eilends zu mir:
Furchtlos habe ich auf Früchten gekaut
Die mir die süsse in den Mund riefen
Und den Magen verödeten
An der Magensäure habe ich geschluckt
Warme unverdiente Bitternis auf der Zunge
Deren Worte lange nach zu schmecken sind
Rastlos habe ich die Rast verkannt
Die sich mir auf dem Weg dargeboten hat
In der warmen Handfläche des Freundesgesichts
An den eigenen Worten halb erstickt
War ich ein Gast auf der Erde
Dem nicht zu danken
Aufgeplustert überm kalten Ei seiner Verse
Stolz auf die Armut
Die er gemacht
Auf die gesprungene Schale seiner Würde
Die nichts enthält
Als das Rauschen der Tage
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