
vergeltung dringt hallen.
herbei blut knie mauer vergeltung.
steine rollen drei jahre herbei.
mägen voller steine.
dornen langen in aufruhr mägen.
düster disteln dornen.

vergeltung dringt hallen.
herbei blut knie mauer vergeltung.
steine rollen drei jahre herbei.
mägen voller steine.
dornen langen in aufruhr mägen.
düster disteln dornen.
Hier bin ich, Prediger,
ich bin hier, Prediger,
ich komme endlich an,
darüber hinaus gehe ich,
hier ist siehst du meine Genüge,
hier hörst du meine Güte,
du fasst an meiner Kehle die allmähliche,
die anschwellende Fülle,
diese Füsse schritten schon lange auf deinem Weg,
auf diesem eben ansteigenden Hohlweg,
in den die Sonne und der Mond nur zünden,
wenn dein Wort eine Anstrengung vermocht hat,
weil dein Wort eine Anstrengung vermocht hat,
durch den Wust des Dringenden, durch die Rahmparade der Wünsche zu kommen zu mir,
auf dem Gestell der abgesägten Träume, auf dem Regal der abgesagten Gedichte,
wo es dunkelt und pilzig-schütteres Licht eine Form von Genugtuung bietet,
dort hinten zu leben, wirklich dort hinten
zu leben,
in den silbern erodierenden Wänden des Weges,
wo die Böen versiegen und die Luft steht wie eine Stele auf dem Berg Garizim,
ich bin hier, Prediger,
in meinem Rücken schmerzen die Blicke von andern,
in meinem Nacken saugt noch der Kuss der Angst,
auf meinen Schultern kauert noch die Entschlossenheit,
die ich aufbrachte, weil ich dein Wort in mich gelassen hatte,
weil ich es geschluckt hatte, geschluckt,
Prediger, hier bin ich,
ich komme endlich dazu,
ich komme endlich zu dir,
um die Sonne gut zu heissen,
um das Scheinen der Sonne gut zu heissen und das Fallen des Regens,
das Ziehen des Nebels, vor allem des Nebels, und das Schwanken des Monds,
um die Qualität der Erfrischungen, die Höhe der Sichtweiten, die Schönheit der Feste und die Abwechslung der Speisen
zu schätzen,
mein Auge glänzt,
siehst du es glänzen, mein Prediger,
aus deiner haltlosen Ferne,
glänzen wie ein Schild für die Dauer,
wie ein Schild für die Ausdauer,
ich habe mich befreit von den Hoffnungen,
ich bin drangeblieben an deinem Wort,
ich habe ausgeharrt mit deinem Wort,
ich bin ihm nicht ausgewichen, nicht mehr, nicht länger,
ich habe mich herausgelöst aus den Ansprüchen,
ich habe festgehalten an den Erwartungen meiner Gedichte,
ich bin durchbohrt von deinem einfachen vielen Wort,
hier bin ich, Prediger, sieh mich an,
hier werde ich sein, wie du noch lange sein werde ich:
nichts ist wichtig,
nichts ist notwendig,
nichts ist hell,
nichts ist gut ausser das, was du im Munde getragen hast und was
an meinem Gaumen weiter glüht.