Oben auf der Leber das Schwert aus Lügen, unzerstäubte Ordnungen, niedere Zeiten, Nackedeien mit der linken Hand am rechten Ort,
Xenogamie zwischen Heuchlern und Leuchtern, auf der Ebene der Schwerter begonnene überirdische Welt, von der Zeit zermalmt aus Rücksicht auf die höhere
Ordnung, Wagenladungen voller Ereignisse zwischen Taugewittern und Girih-Girih-Gittern, glühende Ginsterkohle in der Bauchhöhle, Nebenschauplatz Staub, Terrassen voller Wurzelgemüse,
Trassen in ein Nicht-mehr, Selbstverständnis eines himmlischen Herrschers,
Bevor die Erde kommt mit ihren Winkeln zwischen Güte und Besitz, komm in die Kehle der kiesigen, der hiesigen Ebenen, in diese Nicht-Meere, wo der Raps mit seiner Süsse der Dunkelheit die Stirn bietet.
Träume wagen, was nicht kommt, und was ist, wollen sie entbergen, die Arbeiten am Staudamm schreiten voran, in den späteren Reben brechen die Spuren ab,
Ostwärts drängt die abgerittene Urmaterie, hoch hängt der Wagen des Traums im Moor, leicht wie Espenblätter, dunkel und knisternd wie Käferrücken,
Xylose bleibt übrig, eine süsse Kadenz über dem sauren Nadelflur, der zur Nachtalm führt,
Borken falten sich auf, und wenn es hochkommt, sind es 80, empfangend, erlangend, Kun-kun, Kun-kun,
Oktoberrot, Wacholder, der Apfelgeruch deiner Haare, weiss an den Wurzeln, komm in die Milde hinein, die aufwiegt die Schuld, das Erdreich.
X-mal geschieht, was kommt, bevor kommt, was geschieht, Archäen verenden in Hüllen, Eselsfüllen winkeln die klebrigen Beine an, im Oktober beginnen die Nächte nach
Olim zu rufen, Gemeinden voller Otakus werden von den Sternen angesteckt wie die Raben, stumpe Zeit, dumpfe Weite, in den Nonen fallen die Zähne ins Dickicht,
Tensai-Senseis streuen Mendokusais, Raben sehnen sich wie verrückt nach den Sternen, in Laodizea gibt es keine heissen Quellen,
Berge von LUCAs werfen ihre Schatten ins Tal der kleinen Zeit, der Westwind ruft mit seinem Walhaar nach den Kalmen, komm
Ohne die Frucht der Vergangenheit, ohne den Stamm der Not unter die Palme vor der Gegenwart, unter ihre scharfen Blätter.
Für mich ist ein Gedicht die Tat eines langen Moments. Das Gedicht ergibt sich. Es wurzelt tief in meiner Erfahrung und in meiner aktuellen Wortwelt.
Wenn ich Gedichte schreibe, liegen häufig kleine farbige Zettel auf meinem Tisch; Wörter, die ich ausgedacht, gefunden habe und für kostbar halte. Einige wenige davon bringen die Funken für das Gedicht. Es sind keine zufälligen Wörter, sie sind stimmig zum Thema oder Stoff, der mich antreibt.
Eine Vorbereitung für das Gedicht ausser dem andauernden, ausdauernden Ruminieren, das bis in die Träume reicht, gibt es nicht. Genauso wenig gibt es einen vernunftgesteuerten Schreibprozess: Ich schaue und schreibe genau und haarscharf daneben, damit das Gedicht die Freiheit hat, sich selbst zu sein oder werden.
Diese lange Moment des Gedichts ist unerschiedlich lang, von 15 Minuten bis 2 Stunden. Das Gedicht entsteht nur in diesem einen Zug, diesem schreibenden Atemzug, der ein wenig Heraklits Fluss gleicht: Du steigst nicht zweimal hinein.
In diesem langen Moment herrscht eine besondere Konzentration: ich bin hochrezeptiv, sehr aufmerksam – und gleichzeitig zentral abwesend; ich bin keine rechnende Person, es gibt keinen Punkt, auf den ich ziele, kein Resultat, das ich fordere; ich lasse kommen und gehen. Erlahmt die Kraft, spanne ich sie ein letztes Mal an: für das Ende.
Ein so geschriebenes Gedicht ist wie eine Baumnuss, die ich gefüllt und geschlossen habe. Eine Überarbeitung ist im seltensten Fall nötig und noch seltener möglich.
Östlich vom Berg, angeschnitten von Zerstörung, angehalten von der Auflösung, ein biderber Fluch,
Brachland aus ungehaltenen Versprechen, Mass für Mass im Takt des Kalpa, aufgewogen in der
Tau-Welt, die über Fluchten in den Süden naht, brauchbar wie Essig, aufgeraut von
Oben, das Blicke auf sich zieht wie der Frühling den Winterling aus dem Boden, ein allzu gleichmässiges Rasen und Summen, Kreten von aufgesetzten Plattitüden, die ein
X für eine U machen, rosige Fingerhüte im V, komm und füge den Lappen dein Gesicht hinzu.
Bevor der Raum sich schliesst, Spuren hinterlässt von Spatzenfüssen und Liliengeschlecht, in den hier gestrandeten
Tann mündet, vollkommen uneins mit den Furchen, die in Wind und Wetter gestanden haben, erzählen von Siegfrieds Rücken, ausgestreckt in die herannahenden
X-Einheiten, die jene terrain vagues abtasten, die nach Wasser aus der rechten Seite schmecken, süsslich-klar, und der Doppelkinn-Bart aus Sedimentschichten im
Odenwald, eine Art Nebeldiadem aus Tiamat und Azrael, der HERR verschafft Raum,
Orografische Möglichkeiten, hoch und niedrig, flüssig und fest, komm in die dritte Person, Schattenexistenz im Bereich des Trüben.
Bündel von Leere, Vorhersagen in gedoppelten Richtungen, verankerte Lockerungen,
Ordungslichtungen, die kehren und kehren, wehren und währen, Flossen aus aufgeweichten Instrumenten, ohne Bühne, die sich ausdehnt,
Taxinomien für Tage, in denen kein Fortkommen ist, selbst ein Elektron kennt die Einsamkeit nicht, im ständig zuwachsenden
Overall-Effekt, Ungeduld als Vektor, Schöpfung im kleinsten Rahmen, küstenloses Einst, komme ins Schauen,
Xeres im Hals, rote Lampe auf Brusthöhe, Knirschen aus dem Brassbaum, ins Auffüllen, ins Ausdehnen, schlucke, schlenkere, ins Schwellen einer Zunge, unten und oben.