Links die Erde Rechts der Himmel – Dazwischen ist die Kacke am Dampfen. Ideen entstehen aus Armut. Aus Niedergesunkenem wird hilflos Liebe: schmeckt nach nichts Denn gaumenlos gebiert die Erde Strauch – Strauch – Strauch. Darüber ist die Angst mit einer Stimme Ausgekratzt: Morgenbrot für nichts Dem nur Liebende Worte geben – Worte wie Zweck und Ziel und Weg. Wenn die kommen Stehl ich mich draus. Lege mich vor die Notaufnahme. Aber links muss die Erde sein und Rechts muss der Himmel sein. Das ist zwingend. Lebend Komm ich ja zu nichts. Nichts Ist ein Feuer unterm Hintern. Verstohlen äug ich an den Jupiter. Hände Arme und hohle Wangen – Immer nimmst du meine Ideen und machst sie zu deinen Sagt der Geruch der Erde liebreizend. Nicht im Mindesten lässt sich nichts Ausdrücken: Liebenden erscheint es Blind. Ein in der Ekliptik versenktes Auge Von rechts nach links ziehend: Unterm notdürftigen Pflaster Kehrt sich die Zeit um. Decke auf und kratze. Lebend Hat die Liebe keinen Stand. Liebend Komm ich hier nicht raus. Mein Körper riecht schon steinig. Ich habe keine Mittel mehr Die ich ausdrücken könnte Wie Pfeffer oder Pusteln. Wenn ich um das Schwingen der Erde weiss Sehe ich auch den Himmel schwingen. Meine Zwänge sind keine Mittel mehr Mit denen die Ideen hilfloser werden. Das Unten kann mir gestohlen bleiben Für das Oben sorge ich schon selbst. Wenn die Kacke am Dampfen ist Gehe ich eine rauchen. Das hilft Beim Werfen von Strauch in Magenbrot.
Es gibt keine Totschalen mehr Nagerkappen steigen Wut Gewöhnsamkeitsübungen und nackt Schamhandschuhe aufgelegt Überstunden aus künstlichen Herzen Erkunden Unterhaltung
Es gibt keine Angelmatten mehr Neukommsägen fluren Kalltag Um Kalltag bis Sammelkretern Markerschütternde Morbulierungen Kehren Lesbarkeiten in Turmalin Strahlend und bezahlbar zugeladen
Ich möchte hinter Mauern schauen. Nicht hinter Mauern leben. Vor Mauern vor Mauern Sagen die hinter den Mauern. Denken die an die Mauern Wenn sie sie schon nicht sehen? Denn die Mauern sind zu sehen Wen sie stören. Hinter ihnen Erwarte ich das was ungetrennt Fruchten könnte: Aber die Mauern Sind doch gut sagen sie und schauen daran vorbei Als wäre das das Leichteste. Vor den Mauern ist hinter den Mauern Sagen sie und umgekehrt.
Ich möchte nicht nur hinter Mauern schauen. Ich möchte ohne sie leben. Meinen Karren in jede Richtung ziehen können. Was hinter den Mauern ist Gehört auch zu dem Was vor den Mauern ist. Seit ich schauen kann denke ich Halb mit und halb ohne Mauern. Füchte ich mich davor Was dahinter ist: dasselbe Land Mit seinen Kirschen einfach Ohne das fruchten müssen Und mit der leichten Furcht Und niemals umgekehrt.
Unter Eichen: Keller im Sommer. Moment meiner Kleinheit angemessen. Weiter unter ihren schwankenden Hüften Fehlen mir Hände dafür.
Lippen wie kaum getrocknete Illuminationen In lange schon aufgeschlagenen Büchern. Hüften warten. Türangeln zu anhaltenden Umgebungen: Halten können was nicht zu halten ist.
Deine leichte alte schwere Hand an der Stirn. Aber sie fand mich doch. Mein Atem reichte nicht aus für diese Freude. Selbstverständliche Hände meiner Kinder.
An Füsschen riechen. Auf Bäuchlein prusten. Zum Einschlafen die Hand schenken. Ihre sandige Haut und meine sandige Haut. Mein Atem schwebt immer noch über ihren Schürfungen.
Mollige Haut auf meinem Bauch. Ich hatte nachts noch am Feuer geschrieben. Abstieg in die ruhigen Atemzüge meiner Familie. Oben das Kreischen des letzten Trams.
***
«Nadler» sagte ich und stiess ihm Meine Hand vor die Brust wie die Zunge eines Froschs «Nadler» sagte ich und sah ihn zurücktreten von mir Und in seinem Gesicht das taube Widerstreben «Nadler» wiederholte ich und legte meine Hand auf sein Schulterblatt Zog ihn so schnell zu mir heran Dass er nicht einmal seine Ellenbogen in meine Brust stossen konnte Hielt ihn mit beiden Armen fest Kurz streifte mich sein herber Atem Und ich sagte «Nadler freut mich freut mich» Und spürte wie seine Brust vor Nähe knirschte.
***
Halte mich noch einmal so fest. Meine Muskeln durchbohrend mit deinem Fingerdruck Auf dass ich dir genau zuhöre Und nicht auf den Puls in deinen Fingerbeeren horche.
Meine Kinder bergen mich in sich. Selbst wenn ich gestorben bin Wird ihr Körper noch von mir sprechen. Höre noch einmal das verschwommene Singen von Blut im Bauch.
Lange warte ich auf die Rede der Borke. Mein Bauch ist ausser sich vor Kälte. In der Tiefe schürfen Organe mein Leben. Gerüche steigen auf – Hymnen und Flüche.
Ich schriebe gern auf eine seidige flaumige Fläche Grosse Zeichen vom Krüppelwald auf meinem Rücken. Weder habe ich deine Sommersprossen ausgezählt Noch die dazu gehörenden Sätze gefunden.
Bevor es dir geschieht Kannst du nichts begreifen. Und dann wird dir die Zeit nicht reichen.
Die Zeit war dein Feind. Du stauntest nicht darüber Wie du immer anranntest.
Du kamst zu spät zum Frauenarzt Sie war schon im Ultraschall. Du setzt dich ins Kalklicht des Wartesaals.
Auch bei der Geburt würde dir die Gala die Treue halten. Langsam trocknete der Schweiss. Er roch süss nach Kohlestaub.
Da seid ihr auf der Strasse. Mitten im Steinkalmar der Stadt. Die Häuser äugen aus ihren Schusslöchern.
Sie redet nicht und heult undeutlich. Sie geht langsam. Ihre Hand fehlt dir jetzt. Die hätte dich getröstet.
«Warst du schon einmal ausser dir?» Davon hast du keine Ahnung. An einer Mauer schürfst du dir den Handknöchel.
Einmal ist sie eine Mauer Trocken und hart und dann ist sie Weich und warm und zieht an deinem Glied.
Die Zeit ist nicht dein Feind. Du rennst gegen die Sicherheit an. Davon begreifst du nichts.
Du dachtest ein wenig an die Prinzessin Caroline von Monaco. Und an ihren Prügelprinzen. Ihre Hand lag auf deinem Bauch. «Ich brauche dich hier und jetzt,» sagt sie.
Die Amsel ist sehr laut Von der Regentraufe herunter. Ob das andere Geschrei Von hinter den Dächern Antwort heisst? Ich beginne so sage ich Mit meinen täglichen Verrichtungen. Bald wird die Amsel Kinder haben Aggressive Anflüge üben. Ich habe auch Kinder. Ich sage das bewusst. Mit Bedenken. Es ist angesagt Dass ich mich um sie kümmere. Kümmern ist wie trösten Nur besser. Was kann es mir Dass ich beides nicht kann? Ich esse immer das Gleiche. Ich sage immer das Gleiche. Ich finde meine Bücher nicht mehr Auf doppelt und dreifach beladenen Regalen Rechnungen auf Tischen begraben Unter Katzenhaar und Katzenstreu. Ich räuspere mich. Bleibe redlich. Verrichtungen Ermöglichen Verantwortung Verantwortung erschöpft sich im Gleichen Das ich immer esse. Im Waschmittel Und Toilettenpapier. Bevor die Amsel schreit Halte ich mein Können aus dagegen Dass es gleich ist: das Wiederholen Macht es nicht gültiger. Die Kinder gleichen mir zum Fürchten. Bald sind es keine Kinder mehr. Da bin ich aber froh. Vielleicht ist die Amsel so laut Vor Schrecken? Dass das Leben Saglos gilt? Ich kümmere mich nicht Um Antworten. Ich mache nichts Weniger als gleichen. Trösten Ist nicht kümmern. Ich habe weder Ahnung Noch Meinung. Beides ist gültig. Im Regen Rückt die Birke heran und drückt Im Wind ihr Haar an meine Fenster Wie forschende Augen. Oh nein Den Geruch des Kellerlochs vergesse ich nicht: Gleichheit und Gleichmachung gelernt. Interessiert Erkunde ich Vernichtungen. Was ich kann Bleibt sich gleich. Gültig ist es nicht. Aggressives Anfliegen Üben will geübt sein.