
Ich behaupte es nicht einmal mehr, dieses Land ist von mir geformt, langstielig und langwierig, vielleicht die eine Gefässkrümmung zu viel, es hat nicht das F von der Form deiner Lippen nötig, es hilft auch nicht mehr, das Leid wegzudrücken, das führt nur zu Leistenbrüchen, zu anderen rücksichtslosen Zusammenhängen, ich halte mich nicht mehr auf bei den Dummen, die sich die Angst absprechen, um Auffahrunfälle zu verursachen in der dunkeln Menge, als gebe es nichts Wichtigeres auf der Welt, mittags hämmern die Spechte, aus der Dunkelheit heraus komme dir die grinsensten Gesichter entgegen, und wer so grinsen kann, dem spreche, dem muss ich die Mutter absprechen, und selbst für einen so kurzen Zeitraum wie 380’000 Jahre reicht meine Vorstellung nicht, ich kann mir diese anfängliche Enge in der Menge, dieses Gedränge schon gut vorstellen, ein Gehen und Kommen, ein Stehen und Warten, Gras in der Hand und im Mundwinkel, die Maschinen heissen jetzt Park, Koen-zyklopädische Bedürfnisse müssen kategorisch verneint oder befürwortet werden, heraustreten in das Dunkelheits-Verfahrensgerät, wenn die Spechte nicht hämmern, die Hühner noch rennen, Würde mit Wünschen noch etwas gemein hat, aus der Dunkelheit heraus handeln, ein unablässiges Lippenspiel, und du hast schon wieder Rippenspiel verstanden, Dummerchen du, die Form des Landes ist gattungsgleich, gestaltet wie der Gang eines Marders, und für einige Jahre könnte ich fragen, ob ein Marder nicht auch zu den Nagern zu rechnen wäre, einer dieser Nager, die das Gras mitsamt der Wurzel ausreissen, ich kann diese Handlung nicht grasen nennen, während ich durch das bis zur Hüfte scherbenreiche Gras gehe, nur die Dummen behaupten ständig etwas, das Sinn ergibt, sie sagen es unablässig, es ist zunehmend schwierig, ihnen auszuweichen, und selbst als Leichen bekennen sie sich noch dazu, dass etwas zu wissen das gleiche sei wie Intelligenz, manche kennen sogar das Wort für Talent, aber er konnte nicht länger das Leid aussitzen, die Spechte singen hören, die Sterne, deren Summen wie Stecknadeln im Heuhaufen klingt, polternde Kleinstmagnetenbahnen, deren Kegel in der Dunkelheit fallen, fallen, fallen, fast schon aufwärts wie Schnee, draussen fiel der Schnee ohne Rücksicht auf die Richtungen, Koen-tstehung von Höhlenritzungen, die aufgehaltenen Hände, langsam durch das Glas brechend, das Wünschen genügt doch, aus der Form deiner Lippen mehr als eine Hoffnungsfalte zu ziehen, ich behaupte nur noch etwas, von dem ich nichts, aber auch gar nichts mehr wissen kann, in vollkommener Dunkelheit wiege ich mich auf, wiege ich mich in Sicherheit, Glas oder Gras, das ist hier die Frage, eine Frage der Durchlässigkeit und auch der Richtung, durch die Schnee fällt, Parkspechte klappern, mit den Hände habe ich Hühner gerupft, aber in Gedanken bin ich durch die Milchstrasse gereist, ich erkenne die Hügel aus Falten, was heisst hier, lange 380’000 Jahre, im grauen Faltenwurf des Steins ist die Stirn die Regel, aber nicht die Kategorie, und mit Rücksicht auf die Herren, die putengleich an den Glaskelchen nippen, an den Graskelchen nippen und fürchten, verstehe ich dieses von mir geformte Land, das der Form deiner Lippen entwachsen ist, die das Meer der Blätter wie tausend hohle Hände behaupten, verstehe ich es als Poren eines Nebels, der Wünsche mit Würde verdunkelt, fliehend wie deine Lippen und meine Stirn.
