
Unter Eichen: Keller im Sommer.
Moment meiner Kleinheit angemessen.
Weiter unter ihren schwankenden Hüften
Fehlen mir Hände dafür.
Lippen wie kaum getrocknete Illuminationen
In lange schon aufgeschlagenen Büchern.
Hüften warten. Türangeln zu anhaltenden Umgebungen:
Halten können was nicht zu halten ist.
Deine leichte alte schwere Hand an der Stirn.
Aber sie fand mich doch.
Mein Atem reichte nicht aus für diese Freude.
Selbstverständliche Hände meiner Kinder.
An Füsschen riechen. Auf Bäuchlein prusten.
Zum Einschlafen die Hand schenken.
Ihre sandige Haut und meine sandige Haut.
Mein Atem schwebt immer noch über ihren Schürfungen.
Mollige Haut auf meinem Bauch.
Ich hatte nachts noch am Feuer geschrieben.
Abstieg in die ruhigen Atemzüge meiner Familie.
Oben das Kreischen des letzten Trams.
***
«Nadler» sagte ich und stiess ihm
Meine Hand vor die Brust wie die Zunge eines Froschs
«Nadler» sagte ich und sah ihn zurücktreten von mir
Und in seinem Gesicht das taube Widerstreben
«Nadler» wiederholte ich und legte meine Hand auf sein Schulterblatt
Zog ihn so schnell zu mir heran
Dass er nicht einmal seine Ellenbogen in meine Brust stossen konnte
Hielt ihn mit beiden Armen fest
Kurz streifte mich sein herber Atem
Und ich sagte «Nadler freut mich freut mich»
Und spürte wie seine Brust vor Nähe knirschte.
***
Halte mich noch einmal so fest.
Meine Muskeln durchbohrend mit deinem Fingerdruck
Auf dass ich dir genau zuhöre
Und nicht auf den Puls in deinen Fingerbeeren horche.
Meine Kinder bergen mich in sich.
Selbst wenn ich gestorben bin
Wird ihr Körper noch von mir sprechen.
Höre noch einmal das verschwommene Singen von Blut im Bauch.
Lange warte ich auf die Rede der Borke.
Mein Bauch ist ausser sich vor Kälte.
In der Tiefe schürfen Organe mein Leben.
Gerüche steigen auf – Hymnen und Flüche.
Ich schriebe gern auf eine seidige flaumige Fläche
Grosse Zeichen vom Krüppelwald auf meinem Rücken.
Weder habe ich deine Sommersprossen ausgezählt
Noch die dazu gehörenden Sätze gefunden.
