Maidcafé

Ich frage mich
Halterungen haltend
Im Standwasser von heute
Angesteckt vom Mana eines weiteren Checkpoints
Frage ich mich
Venus und Jupiter auseinanderstrebend von den Wolken verdeckt
Wie die Erinnerungsschulden
Ob die Erinnerungsstalden
In einer Liebesstation sich der nächsten erhaltend
Obwohl und während die Glaubensdaten sich von dem Wissensatem zerstreuen lassen
Wie zu vermuten steht
Rede ich doch nicht um den heissen Stein
Leise Kreise von Mückenlarven am stockenden eisenreichen Wasser
Wie die Erinnerungsschulden
Das frage ich mich
Nicht anders als die Ahninnen mit ihrem «ts»
Und ich versichere mich der richtigen Stellung der Zeiger an den Armaturen
Es genügt ja
Ein fehlerhaftes Auslösesignal im Bereich der Leittechnik des Blockschutzes einer Turbogruppe
In ihren Halterungen pulsieren
Mehr null als eins
Mehr auf als an
Im wärmenden schweren Sprühnebel träumend von Hasenkostümen und kleinen
Mehrfach gefalteten Zetteln mit einem Liebesgeständnis
Das gar nicht anders kann als
Nicht über den Zettel hinausreichen
Ob die Unterschiede wie Wasserstände
Gar nicht anders können als
Verdeckt von angereicherten Himmelslinien und
Struppigen Würzknollen
Frage ich mich
Steil abfallend ins rechtwinklig ausgerichtete Gerät
Wie die Schwungkurve
Kaum erinnert
Doch in mir spinnt
Mit nassen Knöcheln
Die Hände an der Schürze abwischend
Im Modder mit nassen Knien
Frage ich mich ob ich erheische wer ich bin
Wenn das Rollen aufhört
Und die Rechner ausfallen
Die Zahlenreihen auf der Rückseite des Zettels aus ihren Gleichungen tanzen
Ich lebe bis hundert.

Kainfrei

Von Ramessos – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16297972

Nachgefahrin
Brustlüpfen
Vogelgeweih
Niegemächt
Einszeit
Wollesoll
Wolkenzoll
Androphageste
Night of the living dead
Gefahrentvulvung
Schiefergelände
Hodenexposition
Taschenkrebse
Entgöttinnung
Schamflecken
Schandecken
Schamdecken
Murmurationen
Versöhnungssex
Endfortschritt
Entfortschreiten
Nachfahrin
Fuck off, Olympia!
Gehirnvergesellschaftung
Gehirngeburt
Brusthüpfen
Schnabelverknüpfen
Kropfleerung
Flohlesung
Gewöllsoll
Gewöllzoll
Kopulationsentzug
Sprachumbruch
Klitoriszug
Schamdamm
Kitzlerpflug
Gefahrenverzug
Penisbeileid
Masturbationsfrieden
Ahninnenbahn
Kainin

Ich will einfach nur hören

Ich ziehe meine Lammhaut an
Ich habe sie nicht verdient
Gefüllt mit gasförmigem Eis
Ich will einfach nur hören
Deine Brust versperrt den Himmel
Ich will einfach nur hören
Leis singt dein Magen
Unter meiner Haut arbeiten die wenigen Finger
Die von meiner Zärtlichkeit übrig sind
Am Stoff der Möglichkeit
Ich will einfach nur hören
Alles ist gut
Lass mich ein bisschen hier
Der Stoff deines Rocks raschelt wie Wimpernschläge
Ich will einfach nur hören
Steh noch nicht auf
Geh noch nicht weg
Du hast doch das Signal auch noch nicht gehört
Es ist nachgerade Zeit für andere Stoffe
Findest du nicht auch
Es ist jetzt gut
Um du zu sein
Nicht länger zu spalten
Ich will einfach nur hören
Du musst mich nicht mal küssen
Ich will mir deinen Kuss nur vorstellen
Er schmeckt bestimmt nach Baumnuss
Weich knirschend
Lass mich hier noch ein bisschen
Ich will mich nicht mehr so massiv fühlen
Deine Hand in meinem Haar
Meine Lammhaut kommt noch einmal ungeschoren davon
Lass mich noch ein bisschen hier sein
Von deinen Schenkeln steigt ein Nebel auf
Der mich an den Geruch von Rapsfeldern erinnert
Von dieser Zärtlichkeit will ich zehren
Ausgestreckt in dieser Abstellkammer unterm Dach
Ohne sie zu verwenden
Lass mich unverwandt hier sein ein wenig mehr noch
Noch ein bisschen hören
Alles ist gut
Auf dem Blechdach die Schritte der Raben und ihr unerwartetes Krächzen
Das uns erschreckt
Und die Kälte in meiner Brust ist fast schon Wiese
Darüber deine Augensterne fallen.

Gedicht von Bällen

Photo by Omar Ramadan on Pexels.com

Die ungestandenen
Ruhenden Bälle eines anfänglichen Unternehmens
Aus dem Abseits von aufgerissenen Kragenhälften und mitgeteilten Trikots
Eingeworfen und festgestellt im Mandelbereich eines Gischtfeldes
Das Vorhaben eines Ozonleiche
Rufen ein Laufen hervor
Locken ein Rucken in die Heimwehpyros
In die Bananenchoreos
Rupfen endlich die Zungen unter den Füssen heraus
Die bisher mit einem seltenen Klicken eine Art bekömmliches Streben verwirklichten
Von Familien und Trossen entfernt
Angefangen mit den klebrigen Lippen
Den unter der Tribüne torkelnden Markendeals
Den pinken Trikots
Unterkugeln schwer wie Ambosse
Fast wie l’Anesthésiste
Die vorgestandenen Anlässe für eine Verhandlung
Regelbasiert und kowai
Noch so eine Stelle für flache Bälle
Die sich nach innen drehen
Dort aufsetzen
Wo die Anstandsfutter geplatzt sind
Flatternde romboide Bronkos auf dem Weg ins Aus
Ein beginnendes zupfendes Aussenvor
Im stehenden Kohlendioxid
Rollen und rollen mit zuckenden Wimpern in Richtungen
Die von Namen noch gänzlich unberührt
Mit ausgeworfener Ekliptik den offenstehenden Schulterblättern entgegnen
Die Flügelspitzen im Flug beieinander wie Jutta Leerdam
Verfangen sich im Gewitter von Fakten
Veranfangen die Lebensgeschichten von steissgebeinten Glückshauben
Die niemals über ihre Achillessehnen stolpern
Enden flach im verhaltenen Schrecken.

Mit der Musik

Photo by AfroRomanzo on Pexels.com

Ein Grundspiegel
Bissiger Geduld
Wirksamer Nässe: anfangen mit dem Orchester
Aufgeschlagen im winterlichen Brot:
Pure Natur an den Wänden
Erinnerung an den Dopplereffekt der Schwalben
In der Aufluft zwischen den Wänden
Und die reissenden Streicher des Starkregens.
Benimm dich hiess es immer
Und aus der Ansammlung
Die sich kaum über die Moosruten erhob
Kaum das Kinn hervor
Das man dort gewöhnlich begrub
Stieg neben dem Novembermond über den Gletscher
Und streckte seinen Vorsprung über die Eispickelweite.

Lauende Klänge taten sich zusammen
Den aufgeschlagenen Geschicken abführend beizukommen
Kälber muhten um ihre Mütter
Kriechende Nässe fing in den Senken an
Von Archiven zu schwören
Aus denen das Eingemachte wie das Ausgemachte zu schöpfen wäre.
Risse in der Geduld öffneten sich vor dem März.
Von Honig verschmiertes Weiss giesst sich über die Kuppen
Die nachfassen:
Nach den Kesselschlachten und den Quecksilbersäulen
Denn die pure Natur an den Wänden streicht Wunden glatt
Hält Bälle flach
Und angelegentlich
Über den spiegelnden Lefzen der ausharrenden Wörterbrüder
Beginnt ein doppeltes Spiel im Koffer der Beinhäuser.

Es ist nicht weit.
Es ist schnell vorbei.
Die klammen Kästen der Körper mit ihren wimmelnden Gliedern
Ausgestreckt und zugedeckt
Verströmen den beissenden Geruch der Zukunft
Und über den Stimmgabeln aus Nagelfuh
Die in den Himmel zahnen
Hört man das Geflatter von Küken und Pferdeschwänzen
Und die schweren Glocken strömen über den Pass
Bevor noch Expotitionen ihre Bohrlöcher ausgesaugt haben.
Weder Rippe noch Flügel:
Schwer trommelt der Regen auf das harte Brot
Das uns im Adagio droht.

Wenn es dann wirklich anfängt…

Photo by Pixabay on Pexels.com

Es beginnt mit langsamen Zügen
Einem Fehlen von Vergangenheit
Einem Verrücken im zarten Fleisch in einer Region
Die noch keine Heimat kennt
Mit einem Anzählen von Herzschlang und Temperatur
Einem Rollen durch geschmierte Landstriche
Kurz vorm Schämen
Beginnt es mit einem moosigen Zungenschlag
Als spreche ein Fremder für dich mit einem Fremden
Laut wie das Schlagen eines Taubenflügels
Und du beginnst ein wenig zur Seite zu rücken
Vielleicht braucht es mehr Platz als sonst
Nimmst die Füsse und Wörter zu dir
Zählt nochmals alle Zähne
Die dir noch rasseln im Mund
Weiter hinten im Rachen wie Bergfriede halten sie deinen Kiefer bereit
Und noch während du rückst und bückst
Denn Dienen geht besser im Kleinen
Spürst du die Zehen im Nacken
Die Wurzeln am Steissbein
Die Wucht im Auge
Das Wasser in der Lunge
Und Erntehelfer der du bist
Rupfst du am Unkraut
Das der Wind in deine Ohren gesät hat
Es donnert an dir vorbei
Rattenzüge oder Kaninchenzüge
Mettalischer Geruch
Du willst es gar nicht wissen
Und das Beginnen kommt aus deinem Rücken
Fast schon Tanz im Sänftentrab
Richtet es sich auf im Wort und Fluss
Stele der Zähe
Und die Schrift auf seiner Stirn weiss von mir
So sehr tut sie das
Dass du damit am Liebsten nichts zu tun haben möchtest.

Meistens beginnt es

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Meistens beginnt es mit Sauggeräuschen
Mit einer glottalen Bewegung
Einer velaren Schärfe
Gedankenlos
Ein räusperndes Suckeln
Das weder in meinen niederen Regionen
Noch in meinen Taten Heimat finden kann
Ein Suchen nach Lauten
Atem-Bausteinen
Für jene Schlösser in der Randregion
Die mittig im klickenden Schatten
Den das von mir Erwartete wirft
Und im tropfenden Nebel dieser Nebensätze liegt
Die aus jener Narbe quellen
Die meine Taten vertiefen
Meine niederen Regionen überzieht
Nebensätze in Panik gesprochen
Weil ich sterbe weil ich sterbe weil ich sterbe
Keuchendes Weiten eines Widerstands tief
Tief verschuldet im Zulassen von Handlungen
Die zustimmen beipflichten fortsetzen
Wenn nicht verewigen
Denn das kann nur dieses gurgelnde Hochwürgen
Das meinen ganzen Körper erschüttert
Über den phlegräischen Feldern meiner Gegenwart
Um auch nur in einem Ton
Geschirre zu zerreissen
Deren Zusammenhänge wir einer Gewohnheit verdanken
Und während ich erneut meine Zungenmandel schleife
Sagt im Radio eine Frau mit schleimfreier Stimme
Ein Ende dieser Entwicklung ist derzeit nicht absehbar.

Nankinträume

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Nankinträume schwingen in meinen Zargen
Kennende Lagen von Vokalen
Hängen noch in der Luft selbst
Als die entfernteren Fang-Entladungen
Denen noch Wegscheiden oder Stegläufe zuzutrauen sind
Überkommen zu Gesetzen
(Rechtsempfinden in Momenten von schlagenden Läden ausgesetzt)
Geflechten von Narben
Geschlechtern von Erwartungen
Zu Gesetzen im gelben Erdglanz
Die hölzern ausgehängt im Anblick
Fast nunmehr
Halb aufgebäumt
Halb gedreht
In den Wellenläufen einer Suchrichtung
Auslaufen in die Schluchten von Talg und Schweiss
In denen die Seide rinnt
An denen die Kähne scheitern
Denen die himmlischen Laute aufgeladen wurden
Amulette und Siegel in Spalten geschoben
Irgendwo zwischen Macau und Kowloon
In meinen heiss gelegten Lagen von Ton und schon.