Wenn es dann wirklich anfängt…

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Es beginnt mit langsamen Zügen
Einem Fehlen von Vergangenheit
Einem Verrücken im zarten Fleisch in einer Region
Die noch keine Heimat kennt
Mit einem Anzählen von Herzschlang und Temperatur
Einem Rollen durch geschmierte Landstriche
Kurz vorm Schämen
Beginnt es mit einem moosigen Zungenschlag
Als spreche ein Fremder für dich mit einem Fremden
Laut wie das Schlagen eines Taubenflügels
Und du beginnst ein wenig zur Seite zu rücken
Vielleicht braucht es mehr Platz als sonst
Nimmst die Füsse und Wörter zu dir
Zählt nochmals alle Zähne
Die dir noch rasseln im Mund
Weiter hinten im Rachen wie Bergfriede halten sie deinen Kiefer bereit
Und noch während du rückst und bückst
Denn Dienen geht besser im Kleinen
Spürst du die Zehen im Nacken
Die Wurzeln am Steissbein
Die Wucht im Auge
Das Wasser in der Lunge
Und Erntehelfer der du bist
Rupfst du am Unkraut
Das der Wind in deine Ohren gesät hat
Es donnert an dir vorbei
Rattenzüge oder Kaninchenzüge
Mettalischer Geruch
Du willst es gar nicht wissen
Und das Beginnen kommt aus deinem Rücken
Fast schon Tanz im Sänftentrab
Richtet es sich auf im Wort und Fluss
Stele der Zähe
Und die Schrift auf seiner Stirn weiss von mir
So sehr tut sie das
Dass du damit am Liebsten nichts zu tun haben möchtest.

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