
Hart ist dieser Stein
Auf dem ich sitze
Kein Häutchen und kein Lid bedeckt ihn
Was denken seine leuchtenden Flechten?
Was denkt der Regentropfen
Der auf ihn fällt?
Die Haare wuchern im Gesicht
Meine Nägel krallen sich um die Knie
Messen meine Zeit in den Tod hinein
Bloss ist dieser Stein
Unterm immer drehenden Firmament
Ungerührt dauert er aus
Und ich die Schminke
Vergängliche Kruste aus Eigenwille und Ruhmsucht
Aus Zukunftsschau und Morgentau
Eine Möglichkeit
Sich erfolgreich
Von der Welt abzuwenden
Durch die Schminke überm Abgrund
Hindurchzustossen und
Auf den Stein zu kommen.
—
(Bild von Frank Winkler auf Pixabay.)
