Die zweite Rede des Speers

Mein Verlangen nach Menschen, die die Welt belasten, ist gross,
meine Neugier nach der Welt, die von Menschen belastet ist, wächst an,
meine Scham für die Menschen, die mir ausweichen, macht mich zur Nadel,
die an einem Strickmuster verzweifelt,
zum Weberschiffchen, das unermüdlich auf der Suche nach dem harzigen schadhaften Geruch von Blut zwischen den Stricken der Vorsehung hindurch- und zurückschiesst,
mitten unter Löwen falle ich hin wie eine taube Schlange,
noch warm von seiner Hand,
die meine Hüfte streichelt,
unter Menschenkinder werde ich gestossen,
zwischen zischende Zuneigung werde ich geworfen,
meine Schneide ist schwer wie die Sprache der Philister,
sie zieht mich vornüber zu Boden,
den ich steche wie eine geile Mücke,
doch nicht auf den Boden, der leise von den Knien der Mägde berichtet,
nicht auf die Erde, die von den weiten alten Wegen der Sandkörner wispert,
beschwert von den Menschen,
die sie zu besitzen glauben wie seine Hand mich,
als könne der Schweiss seiner Hand, der mich mittig getränkt hat, mich zu seinem Ding machen,
nicht auf den Lehm dieser Wand, aus dem auch die Menschen sind, habe ich es abgesehen,
der ich knurrend in sie hineinfahre wie ein Hund,
ich habe ein Verlangen nach Menschen, die die Welt besitzen,
ich bin neugierig auf das Blut von Menschen, die nicht durch Schwert und Speer gerettet werden können,
auf dieses würzige Blut, das nach Myrrhenharz schmeckt,
und meine Scham für die Welt, die von Menschen beschwert ist,
von Menschen, stolz wie die Stute vor dem Streitwagen,
stattlich und schön, doch Augen wie Strausse,
meine Scham und Enttäuschung kräftigen sich in Ohnmacht wie Eisen in Wasser,
und man bringt mich seiner Hand, die mich wieder würgt,
die sich an mir hält wie an einem Pfeiler der Erde.

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