Über diesem Menschen liegt ein Glanz,
er kann die Zeiten wenden,
über diesem Menschen liegt ein Zeichen,
er stülpt die Menschen um,
über diesem Menschen liegt ein Morgen,
ausgestreckt über viele Morgen des Sandlandes,
als wüchsen flüsternde feuchte Wälder darüber hinweg,
über diesem Menschen liegt eine Abkunft,
die in fernen Zeiten ankommt. SELA
Auf seiner silbernen Zunge liegen die Laute wie Beeren,
in seinen Augen glänzen die Zusagen wie Quallen,
seine Nase kennt keine falsche Richtung,
seine Kehle ist nicht verknotet,
sein Herz noch nicht verschattet,
und was er sagt, ein Bergbach. SELA
Lasst euch nur täuschen,
denn es ist schön, derart getäuscht zu werden, Töchter Zions;
lasst euch nur locken,
denn es ist schön, derart verlockt zu werden, Söhne Zions;
der Weg ist nicht weit von Jesreel nach Schur,
vom Esel zum Schaf,
vergesst es nicht. SELA
Dieser Mensch hat Geschichten mit sich,
du denkst an Jakobs Leiter, doch hörst du Jakobs Hüfte knirschen,
und die Mandelbäume blühen wohl zuerst,
doch vergiss darüber nicht den Oleander und den Lavendel,
und je mehr dein Herz und deine Brust sich öffnen,
desto stärker sei du auf der Hut, Benjamin.
Die Honigschlecker und die Speichellecker finden leicht Gefallen an der unerklärten Schönheit;
Die Wiederkehrer und Wiedehöpfe loben leicht seine ungelogenen Reden,
und noch ist kein Wurm erschienen, der dieses Herz spaltete,
auf dass wir die Schattenköttel seines Denkens erspähten;
die Mädchen pressen die Knie zusammen,
die Buben messen ihre Muskeln vor dem Spiegel,
die Marktfrauen verlassen ihren Stand,
die Torhocker kommen angerannt,
als regnete es Denare,
doch hier schüttelt einer nur sein honigrotes Haar.
