Ein Mensch in der Fremde fühlt sich wie ich,
eingesperrt im Verschlag einer Sprache, die ein zehrendes Fieber ist,
zum Nicken verdammt in einem Volk, das von Übermut angeführt wird,
in der Fremde bin ich, in der Fremde,
ein Abgesandter der Vernunft im Lande des Rasens,
ein Tappender im Reich der Wettläufer,
ein Amputierter im Reich der Vollständigen,
denn mir fehlt jeder Glaube,
denn mir fehlt jede Gewissheit,
es fehlt mir am Herz, das sich über den Bedürfnissen schliesst,
es fehlt mir an der Kehle, die sich über einen Fremden verengt,
über einen Ungleichen, über einen anderen,
ich fürchte mich nicht vor der Verdammnis, die ein Gott aussprechen kann, der nirgends zu sehen ist,
ich habe keinen Anlass, am Lauf der Dinge zu zweifeln,
keinen Beweis habe ich für eine lenkende Hand hinter diesem oder jenen Lebenslauf,
ein Mensch in der Fremde kann sich nicht verlassener fühlen als ich,
ein Strick um den Hals von den Geboten,
ein Joch am Hals von den Vorschriften,
eine Kette am tänzerischen Knöchel für einen gerechten abgemessenen Weg,
zwischen den überhohen Werken hindurch, die die Menschen aufzurichten aufgerufen sind,
bei Strafe vollbringen müssen,
als gebe es einen grossen Plan, den zu befolgen die Menschen geboren sind,
doch sogar in der Fremde weiss ich um die Schattentiefe dieser Vorlagen,
weiss ich um die Salztümpelgründe dieser Vorhaben,
ein Mensch in der Fremde wie ich kann es nicht länger aushalten,
glühend vor Fieber und Trotz,
so hoch sein Stuhl auch aufragen möge über die herrische Zwergenbrut,
umschlossen, umflutet von Flüchen und Wahrsprüchen,
aus tiefen Klüften dringenden Sandbitten,
erstickt im Alltag von nagenden Vorwürfen,
oh lieber will ich am schweissweichen Jochholz nagen,
lieber will ich vom Kuchen des Kieses essen,
lieber will ich der Mutter in den platzenden Schoss kriechen,
lieber als in der Fremde ein Mensch zu sein.
