Dem Ende trat ich gelassen entgegen,
die Stirn übergossen von der Morgensonne,
mein schwarzes Haar wie die silberne Krone einer Akazie in der Steppe,
unter den kleinwüchsigen Bauernfeinden leicht geduckt wie eine geschmeidige Löwin, aus deren Fell Funken springen,
meine Mutter kann nicht klagen über meinen Tod,
mein Tod war ein grosses Lied, das leise ganz hinten in der Kehle einer Lebendigen entspringt,
ich trat meinem Feind, dem schweinsäugigen Wortwürger,
der immer vor einer Zukunft blinzeln wird, die er nicht versteht,
der ich jetzt entgegen gegangen bin, noch entgegen gehe,
gelassen, denn es schreckt keine Todesgefahr,
so stehe ich noch in Gilgal, im Kreis der zwölf Steine, den Wind im Haar,
höre die Luft in den Flügeln der Geier, verstehe die Lobpreisungen der Raben,
denn sie wissen wohl, was Gelassenheit bewirkt im Lebendigen,
wie eine Türe in der Nacht sich öffnet, wie die Schatulle einer Braut,
ein Atem voll Zimt und ein zischendes Erstaunen,
so trat ich vor,
so verstand ich mein Sterben,
die Frauen des Bauernvolkes verbargen die Röte ihrer Wangen,
die Männer des Hirtenvolkes hoben die Furchen ihrer Stirnen in das Licht des Morgens,
sie warteten wohl darauf, dass ihr Gott sie glätte,
ihnen den heiteren Sinn eines Amalekiters verleihe,
der dem ersten Schnitt mit dem Stolz auf seine Mutter entgegentritt,
die ihn mit Gelassenheit genährt und mit jener Ergebenheit gestärkt hat,
die einem Schenkenden zukommt,
und als mir der Arm fehlte, lächelte ich,
und als ich in die Knie fiel, lächelte ich,
die Todesgefahr verstand ich, verstand die Gelassenheit,
denn die Kraft meiner Mutter verliess mich nicht,
und nie werde ich sie alleine lassen,
denn die Kraft meiner Mutter verlässt mich nicht.
