Aus enger Kehle

Mit enger Kehle bitte ich dich, Prophet,
mit stockendem Herzen, das die Augen rollt, wünsche ich dein Wohlgefallen,
das du über meinen Entscheidungen zerbrochen hast;
richte dein Vertrauen wieder auf,
ich will es wie ein Sohn verdienen,
ich will es wie einen Gottesfelsen im niederen Staub sich erheben sehen,
in dem Staub, in den ich mich wie Menschen es tun bereitwillig werfe,
denn ich habe mich vergangen an der Freiheit,
die von der Herrlichen kommt, die von der Heiligen geschenkt ist, Prophet,
gedenke meiner Absichten, bedenke meine Unbildung,
ich war doch allein, um mich nur Männer mit Lanzen und Ungeduld;
habe ich nicht gesiegt,
ist nicht der Sieg auch ein Zeichen für mich,
liest du wieder nur Lettern von Verderben in der Leber der Vögel,
die du öffnest wie meine im Herz rollenden Augen,
ich spüre das Ungenügen bis in die entferntesten Mördergruben meiner Nieren,
meine Zunge selbst zieht sich zischen und zögernd zusammen, Prophet,
so nimm doch meine Hand und richte mich auf aus dem Sand, in den ich mich schon immer werfe,
denn braucht der Mensch nicht einen Deuter, der mit deutlichen Hinweisen zu seiner Seite steht, damit der Weg ihm leicht werde,
und weisst du denn nicht, wie schwer mir jeder Schritt gefallen ist,
seit du mich überbürdet hast, wie schwer jeder Schritt im Schleier der Entscheidungen war,
den du mir übergeworfen hast wie einer Braut,
wie selten du meine Hand geführt hast,
wie wenige Male du mir die Tränen von den Wangen gewischt hast,
wie mein Herz nach dem Schlag deiner Zunge gelechzt hat,
nach einem Kennzeichen im Staub,
in den ich, der Grosse, mich wie Menschen es tun, vor dir, dem Grauen, schon an so vielen Wegmarken gebückt habe,
Sand auf der Zunge und Knirschen im Herzen,
freiwillig und bereitwillig habe ich mich niedergeworfen
noch bevor dein Auge mich getroffen hat,
und kaum hast du die Bewegung meines Rückens beachtet,
nie hast du mich aufgerichtet,
als könnte ein Mensch von allein in der Freiheit die Richtung finden für seinen Weg zur Heiligen,
für seinen Aufstieg zur Herrlichkeit,
doch du hast mir immer Abstiege gereicht, Prophet;
so schreie ich nun aus enger, trockener Kehle und bitte aus blutleerem Herzen,
in dem die Augen in Schrecken starren,
und will von dir das Leichteste, Prophet,
eine ausgestreckte Hand.         

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