Fluchwürdiger Segen des Gehorsams

Ich fühle den Fluch,
die Arbeit solle Früchte tragen.
Ich fühle den Fluch,
das Volk zum ersten der Völker zu machen.
Ich habe den Fluch,
beim Auszug das Glück zu erwarten.
Ich habe den Fluch,
bei der Heimkehr das Glück zu erlangen.
Ich fühle, wie der Fluch meine Feinde zu Boden wirft,
wie es geschrieben steht,
ich habe ihre Spucke im Gesicht und ihr Blut an meinen Knöcheln.
Ich fühle, wie der Herr mich besitzt,
ich fühle das Mal des Herrn auf meiner Stirn und seine Finger in meinem Herzen,
wie sie die Buchstaben ändern, nach denen ich eine Person bin.

Ich fühle diese sorgfältige Arbeit,
diese Spinnenbeine,
und ich erkenne ihn nicht an,
nicht mehr erkenne ich ihn an,
diesen Herrn mit seinem fluchwürdigen Heischen nach einem Aufbäumen vor den Astarten und Ascheren,
die in den Büschen weben und dulden,
dulden und warten wie ein Lied auf eine Stimme,
aber er wünscht sich fluchwürdig einen Schemel,
aber er wünscht sich fluchwürdig Dienst und Zeichen,
und ich fühle seine sorgfältigen Blicke beharrlich auf meinen Sohlen ruhen,
auf meinen Lippen krausen sie sich,
auf meinem Nacken liegt seine schwere Schlaghand,
die mich in den engen Pfad hineindrückt,
ich fühle dieses Dienen,
ich fühle dieses Plangen,
halb Angst und halb Einsamkeit,
ich fühle diese Verlorenheit des Herrn,
verloren wie nur ein Mensch,
ich fühle diesen verwahrlosten Vater, der um seinen Sohn bangt,
der seine eigene Armut und seine törichte, unrätige Verkommenheit längst nicht mehr sieht,
ich fühle den segenswürdigen Fluch, ich fühle ihn sehr.

Überdeutlich,
übermächtig drängt er mich in den Gehorsam,
und ich fühle den Wunsch nach Abweichung vom rechten Weg,
der durch diese buschlose Steinwüste führt,
ich fühle dieses ablaufende Schnürchen,
ich fühle die übervollen Wolken pressen an ihrem Reichtum an Kindern, Ernten, Vieh,
doch ist es das, wonach meine Kehle giert,
ist es das, was mein flüsternder Atem mir vorgibt wie der Hauch von Wind,
der alles verweht?

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