Am steinernen Tisch habe ich geopfert, Heilige,
die Frucht des Sieges,
das Blut der Lämmer,
das Heulen der Frauen und Mädchen über die Erschlagenen,
wie Harz rann es in mein Herz,
ich bitte noch, Heilige,
neige meinen Kopf, wie mir gesagt wurde,
es sei recht, doch ist es recht,
für Wohlgefallen gehorsam zu sein,
liebt die Mutter ihre Kinder nicht mit starkem,
mit starrem Beharren, und seien es Frevler,
da ist der Stein, da ist der Rauch,
auf dem grauen Fels der schwarze Atem der Bitte,
der fette Geruch des Zögerns,
und ich bin willig, deinen Ratspruch zu befolgen,
den Anweisungen eines Gottes,
der sich nicht zeigt und ohne Gesicht bleibt hier vor dem steinernen Tisch,
ich kann dich nicht beim Namen nennen,
wie damals am Jabbok der Jakob es nicht konnte,
doch brachst du ihm die Hüfte,
wie du mir den Willen brichst,
bist du nun bei uns, du Gott des Zauderns,
du Gott des Haderns,
du abgewandter Gott,
mit meinem Auge suche ich nach deinem antlitzenden Auge,
ich sehe mit meinem Auge nur den Augenweisshimmel dieses Tages,
der noch nicht ein Tag des Sieges ist,
so gewiss, als er kein Tag der Niederlage ist,
ich habe heute mit deinem Volk an meiner Seite gekämpft gegen die Schweinefresser,
die vom Meer heraufgestiegen sind,
als wären seine grünen Gründe nicht reich genug für sie,
als könnten sie nicht woanders süssere Weiden finden als hier,
mit ihren hellen Bärten kamen sie zu uns über die Pässe,
und ich frage dich, Heilige, ich frage dich,
mit eingeatmeter Wut frage ich dich,
durften sie uns einfach so pressen,
in die Höhlen hetzen,
und ich bitte dich um Anweisung,
ich leiste deinem Hunger nach Ehre und Treue Gehorsam,
der Rauch lässt meine Augen tränen und macht sie blind.
