Die Stimmen kommen
Kommen wie eine feuchte Kehle zu mir
Wie eine leuchtende Meerbucht
Die in Sternennächten mit dem Heringsilber lockt
Und mich mit der grossen Oberlippen des Dorschs in den Kniekehlen kitzelt
Kommen die Stimmen
Kommen und heben mich hoch und heraus
Leicht und beharrlich wie Leim
Komme ich aus den Stimmen heraus
Ich schwimme
Schwimme in dieser Binnensee
Getragen von Stimmen
Die niemals meine sein werden
Die niemals meine sein können
Aber jetzt
Aber heute ausgeliehen um mir blühen wie ein Husten oder die Arme eines Polypen in meinem Bauch:
Ich schwimme
Seelenruhig über die tiefen Abgründe
Die andern sich aufgetan
Und starre in dein Auge Leviathan
Das beseelt vor Gottesfurcht ist
Als forschte ich darin nach einem Zug von Trug darin
Und finde nur das Augenweiss in deinen Wachtelaugen
Ich schwimme über die vielgesprenkelte See hinweg wie ein Lachs
Und mein rosaroter Bauch wölbt sich einer Liebe entgegen
Die den Stimmen bekannt ist und nicht mir
Ich schwimme und könnte mein Zelt aufschlagen mitten im Busen dieser Stimmen
Mit der verzweifelten Hoffnung eines Kindes
Das Mama heiraten möchte.
