Feuerschale

Ich seh dich Fünfer wenden mit brühend heissen Händen,
Vergessen hast du schon die Erfahrung, dass Geburt
Entbehrung ist und Umkehr sich anfühlt wie Verenden,
Genau wie Narben unter dem Kreuzstich, dass die Furt

Die du beschreitest, ungetan werden wird in Bränden,
An denen gut zu schnuppern, erquickend blaut Geruch
Daraus nach Kreuzen, Kreuzwegen, dumpfen Unterständen;
Du hast noch nichts getan, hingehockt im stillen Bruch,

Und hörst wie leicht die heulenden, lang gedrehten Tänze
In Hälse voller Zungenbruch, Strecken voller Wut
Und Trampeln ausgestreckt sind und gleich den Feuer-Schwänzen
Der Sommersonnenwende sind, reif in träger Glut.

Ich seh dich aus der Schale geschlüpft und stier und blind:
Du tust, was du getan hast, und gehst von Hind nach Sind.

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