Ort: ungekrümmt, entstellt

Ich seh dich wieder sieden und Widerspruch austeilen,
Mit Wörtern zielen nach einem Ort, wo stumm und blank
Die Armut Freiheit hiesse, ein Raum aus vielen Teilen,
Die ungleich haften an den Geschichten, die im Stank

Dich halten, die im Reich realer Dinge weilen,
Wo dir nicht deine Plastizität verloren geht,
Die Gier sich nicht erschöpft an leeren Tellern, heilen
Die Mühen nicht in Schränken; ein Ort, an dem entsteht,

Entstellt und schwül und unbelebt, ausgedehnte Wüste,
Worin die Fakten stockfleckig werden, wo wird wahr,
Was du nur fühlst, und wo Transitives findet Küste,
Das Passiv glüht im Wechsel der eignen Geschichten-Schar.

Ich seh dich ungekrümmt, transfinit, erfolgs-vergällt
Mit Blumen-Nägeln kratzen am Kitt der Sorgen-Welt.

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