Faktum Fatum

Auf diesem Pfad ist wirkliche Erglühen bis ins Mark!
Der lange Flur von Kälte durchhallt, an dem dein Zimmer
Als Schimmel-Schrank liegt mit den Wänden weich wie Quark,
so lebst du dann und hast von der Zukunft keinen Schimmer;

Die Schaben schieben nachts sich dir über dein Gesicht,
Der Nachbar brüllt und rülpst, das Papier wirft dumpfe Blasen,
Die Tür ist dünn wie Haut, und nichts, nichts hat mehr Gewicht:
Gedichte, Sohn und Tochter, das ist nur alles Wrasen.

Und Faktum ist, du kannst so nicht lieben noch entfliehn
Der Hitze dieser Kälte, die innen wächst wie Flügel.
Das Fatum liebt´s, dass du so auf allen Vieren knien
Gelernt hast, tief gebückt über diesen Speigut-Tiegel.

Ich seh die Scham dich wärmen, dasselbe lau verneinen,
Mit rotgeschwärzten Händen doch stets das Gleiche meinen.

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