Gedicht von den Scharten

Das Kamel am Ausgang der Schatten:
Ein herber Sockel
Körnig wie Reis
Knallende Verwahrungen wie verharschter Schnee gegen die flüsternden Versprechen von der sich weitenden Enge
Schalldurchbruch aus Ungeduld und Weile:
Eine Zornesküche im Schartentanz
Denn wir reden hier doch von der Musik
Oder zumindest von aufeinander folgenden Tönen
Wie Schläge im seichten Wasser
In die Seidentöne von Öl und Fett –
Ich weiss nicht mehr oder ich habe vergessen
Wie mir
Wer mir
Wo mir
Sich diese eine Fährte durch die sich engende Weite
Über diesen allzu nahen Buckel
Eingeprägt hat und ob es denn eine Fährte zu nennen sei
Und nicht eher eine Scharte
In deren scharlachrotem Insiegel die unsentimentalen Taten einer immer noch verfrühten
Immer noch leise wiegenden Ausweitung in die übermässig generalisierte Schattenei
Schattenöde
Schön wie gutwillige Brutalität
Rumpelnd wie Vorsätze im schmalen Aufmerksamkeitshorizont:
Dem Kamel den Ausgang bereitstellen
Bis zum unverzichtbaren
Bis zum verrenkten Gefühl von Leere
Von nahezu eisiger Wachsamkeit im singenden summenden Gefahrenumschlag.

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