Unter deinen frischen Sohlen glühten die Kohlen,
vor dir lag der Schlund des Gottes Baal,
hinter dir blühte die graue Rose des väterlichen Grimmes,
der väterlichen Entschlossenheit,
die vor dir und hinter dir alles verschliesst,
und in dir über den kosenden, kitzelnden Flammen webte das Lied deiner Mutter,
webte ein gebogenes Lied,
wie der Lauf einer Zibbe vor dem Rodungsbrand eines grossen Heeres,
wie das zuckende, ruckende Vorangehen einer Echse auf dem heissen, heissen Stein,
unter deinen weichen Sohlen, zwischen deinen Zehen,
die wie die Näschen schüchterner Gespielinnen blinkten,
ragten die Flammen herauf und leckten an deinen rosa Knien,
vor dir das Feixen des Gottes Baal,
hinter dir der Abgrund namens Vater,
und die Feuerzungen heben die Luft in den Himmel,
du gehst im schwarzen Raum des Alls,
du gehst in der tauben Zeit eines Gottes,
lau und feucht wie die Schnauze eines Schakals,
der hüpfend neben dir geht,
als erwarte ihn ein Kadaver, mit reichem Fleisch umkränzt,
und vor deinen Augen zuckt der Schwanz eines Leoparden aufreizend wie ein Sonnenfleck in der Armbeuge einer Eiche,
unter deinen Füssen ist es still wie in der Wüstennacht,
du hörst das Hecheln der Schakale und über dir die Schwingen des Geiers,
rauschend wie der Jordan im Frühjahr,
und dumpf fielen die Flüche des Vaters auf die Kohlen wie Feigen ins raschelnde, trockene Gras,
und du sahst den haarigen Spalt in Gottes Gestalt,
da krochest du hindurch,
auf dem silbernen Bauch eines Kindes krochest du hindurch,
und du spürst das brechende Hymen der menschlichen Entschlossenheit,
das aufbrechende, wie das Brüllen eines Löwen reissende Gewebe aus verschlossener, verschossener Zeit,
feuergeboren, feuergeformt,
Sohn der Hitze mit dem Gesicht weiss wie der Schnee auf dem Hermon.
