Hier bin ich mit den Asseln,
hier bin ich mit den scheuen Huschern,
hier bin ich mit dem tränenden Kies und Ziegel,
hier bin ich mit dem Himmelsauge.
Hier ist gut sein,
hier ist gut warten,
vielleicht auch schlafen,
vielleicht gar träumen.
Hier ist die Stille,
hier ist die Einkehr.
Mit dem Rücken an der dumpfen Wand,
den Kopf im Nacken wie eine offene Amphore,
die Füsse im letzten, nageltiefen Wasser,
ist in die Ferne gerückt,
worum es geht,
wird schattig und umwölkt jenes,
was dir noch eben krallend an die Kehle langte,
jenes, was dir noch eben den Siegelring auf den Befehl zwang,
jenes, was dich gefesselt hielt mit seiner unabweislichen,
mit seiner aufdringlichen, hechelnden Schnauze im Schritt,
hier ist keiner der Anlässe, die dich reizen,
hier ist kein Geschehnis, auf das du antworten musst,
antworten, als wüsstest du bereits lange schon eine Antwort darauf,
hier sind die Asseln und die scheuen Huscher,
an deinem Rücken wächst Brunnenmoos und unter deinen Füssen nickt der Algenbart,
hier ist keine Hitze aus Entscheidung und Kampf,
keine Brutwärme auf nächtlichem Dach mit dem Gedankentamburin im Hals,
hier hätte sich Vater Josef heimisch gefühlt,
hier hätte er seine Träume wie langsame Fühler ausstrecken können in die verheissenen Landmarken,
die ihm in seinen Sinn ragen wie die Nasen seiner Brüder,
hier hätte er seine Träume überprüfen können
wie andere Entscheidungen,
wie eines der blinzelnden Blätter der Akazie,
die sich dort oben wie eine Mutter über das Gesicht ihres Sohnes neigt,
hier verstummen deine Entscheidungen,
hier geschieht nichts,
hier ist Vergangenheit und Zukunft ohne ein einziges Tätigkeitswort,
hier geschieht, unter den lichtscheuen Huschern und in den Himmelsspiegeln, etwas,
das dein Zögern zu einem Ereignis macht.
