In die Dornen, in die Gräber!

Wenn ein Krieg beginnt, ist es weise, sich in die Dornen zu flüchten.
Wenn ein Angriff bevorsteht, ist es geraten, in die Höhlen zu schlüpfen.
Wenn du die Plänkler durch die unwegsame Landschaft ausschwärmen siehst, suche Zuflucht in einer Grabkammer.
Wenn das Rumpeln der Streitwagen in der Gluthitze des Mittags erklingt wie das Räuspern eines Kamels, ist der trockene Schatten einer Zisterne eine traumhafte Einkehr.
Wenn die Staubwolke der Marschierenden über Bet-Awen schon aufsteigt und die Trommeln der Feinde und die sirrenden Rufe ihrer Pfeifen dich schon umnebelt haben, kannst du immer noch wie die Echse in einem Felsspalt verschwinden.

Das Getriebe des schwarzen, öligen Himmels da oben,
in dem sich nur die Sterne vom Platze rühren wie die rollenden Augen eines verblutenden Stiers,
worin nur die Geier wie die Fingerbeeren eines Gottes ihre Lettern ziehen,
setzt Dinge in Gang, Tatsachen in Lauf,
die, fasstest du in ihren Lauf, sperrtest du dich gegen ihren ruckenden Gang,
dich zwischen ihren Backenzähnen wiederkäuten und schliesslich erbrächen,
ganz und gar zerschlagen und kaum mehr zu erkennen als Mensch,
und der letzte Zipfel deiner Wut hinge aus deiner rechten Flanke wie ein Waw,
und der letzte Keim deiner Tatkraft schösse pulsierend aus deinem Hals wie eine Strähne vom Haar deiner Mutter, schwarz und ölig-heiss,
darum denken nur an die Grabkammern in Michmas,
darum krieche nur in die grünen Dornen des Wadi es-Swenit,
darum zwänge dich nur in die Gimel der Felsen in der Schlucht,
darum hast nur über die Hügel hinunter an den Jordan,
denn wenn der Krieg beginnt,
nachdem du die Säule in Geba zerschlägst, mein Sohn,
ist es weise, sich vor dem Fussvolk der Feinde in Schutz zu bringen.

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