Lagos ist weit entfernt
Markerschwingende Kruste türmen
In den Fensterbeugen und das Knattern von Eintaktern
Spielen fast keine Rolle mehr:
Ich habe die Luke geöffnet und die Fluke schlägt
In meiner schwindenden
In meiner sich rundenden Leber und nein
Saul du hast hast hier kein Mitspracherecht
Hier türmt sich kein Tell und höhlt sich
Kein Wadi: Salz ist gegenwärtig
Gegenwülstig: unbeeindruckt sich selbst Gefahr
Und du Öl hängst in dem glitzernden Schamgewand
In das ich eine Burg baue
Die nicht am Meer steht
Und das letzte Stück
Aus regulärem Tritt
Ins Blau gesendet das Venusquellen erspäht
Mit kaum erkennbaren Sommersprossen
In Anbetracht meiner selbst
Auf einem Luftkissen
Und Luftlinien kehrt wieder mit seinen leichten rosenschäftlichen
Ansprüchen: sehr alte Männer die darin fehlten was sie zeitigen sollen hätten
Und Dagon fühlt sich leer wie ein Raum ohne Television
Und ihre Lieblingsblumen blühen in seiner Brust
Wie ein Warnung aus seiner Brust
Die eine Chrysanthemen-Venus erbricht
Und siehe da drüben ein Reiher
Wie eine Flötensaite zittert er im haigebauchten Schrammfelsen
Im Geröhr das Quaken jenes Knabens
So weit vom Archipel seiner Gebärerin entfernt
Und aufstöhnend in einem Ruck die ungezählten Male
Die du mich erfolgreich herbeigerufen hast
Unzählige feine Glutsprossen die du noch jedes Mal hinausgefunden hast
Und hast die Nacht gehalten
Wie ein angehaltener Glitschaufschlag
Und Öl erhebt sich
Wie ein geistiges Gift
Fremd und fern wie der eigene Körper
Dieser terroristische Normalzustand:
Eine auferstandene Akzentuierung
Über die Grenzen des Gebäudeumrisses hinweg
In diesem dislexischen aufgestandenen Eingangstür-Moment
Der sich weitet wie eine
Wie unsere regenriechende Matratze
Die über unserer Herzkammer vibriert
Über unserer Herzkammer
Die eine schlaue Schlaufe über den Bogen des Horizonts legt
So engagiert und motiviert
Wie eine komplette Melodie
Unbeeindruckt von den Vending-Maschinen
Und nur eines war klar:
Ich hatte mit Zeit gerechnet
Hier neben den Schäfchenwolken
Diesem buttergrünen buttergeschöpften Gras
Und schliesse die Augen in Freiheit
Und niemand verfällt mehr dem Zweistromland
Im wiegenden wimmernden Ziegelsteinstuben
Gelb angeheftet an die Nüstern der Zukunft.
I will never get you put together entirely –
Im Verbheul
Im Verbheul
In den kurzen Schrägen
Meiner flatternden Hemdschösse
(und die Kinder blieben zurück
Und weinten zwischen Bierbüchsen und umgestossenen Flaschen)
Und in meiner vollkommenen Brust
In meiner vollkommen durchwurzelten Brust
So vollkommen wie das Kindische
Wo alles Kühle verstaut wird
Wie ein gewürzter Wasserfall
Fernab von unserer Norm
Eines Tages wird jemand herausfinden
Dass jedes Rechteck seinen ganz eigenen Charakter hat
Und die verschwommenen weissen Tupfer
Und die Trägerin sprechen
In ihrer frei gewählten Machtstellung
Und spielst fast keine Rollen mehr:
Ausgestochene blaue ungebauchte Socken
Dieser zungenartige
Rosa Eingangsteppich
Zu seiner Bibliothek
Schwelgründe und Moorpfründen seine Talente:
Du warst fast & far von den
Gewöhnlichen Reisenden
Kein Juba-farbenes Knäblein auf dem Perron
Weit weg gefangen
Zentimeterweise vorwärtskriechender
Übergekrümmter Dünensand
Und die Muscheln im Haar
Und die Augen in den Möwen
In denen ein Sturm aufzieht…
Strecke ich denn jetzt wieder meine Arme aus:
Das Küchenlicht ist scheisse –
Ich berühre es nicht mehr
Und nichts fällt ab für mich solange ich Sorge trage
Unter den Olivenbäumen:
Eine Kamilleblüten-Lippe im fahlen Tiefentauschein:
Verbeult von den letzten krausen Märchendüften
Denn so eine Landschaft würd ich mir
Auch an die Wand hängen wie einen nahen
Nahrhaften noch unbefingerten Horizont.
Kurze Anmerkung:
-.- Juba ist die Hauptstadt des Südsudan
-.- Erste Kursivsetzung: Zitat aus Sivlia Plaths „The Colossus“
-.- Zweite Kursivsetzung: Freies Zitat aus Jack Kerouacs „On the Road“
