Drohungen schallen uns entgegen, Samuel,
Drohungen und das ewige Gottes-Aber,
als könnte das eine oder andere noch locken.
Eng und enger wird es uns in dieser zweiseitigen Welt,
diese zweischalige Perspektive schnürt uns die Kehle ab, Samuel.
Es ist uns nötig ein neues Und,
kein sowie, kein zudem, kein dazu, kein aber-ja, kein überdies,
ein unduldsames Und,
das wie ein geschleuderter Stein den Weg überfliegt, der sich angesammelt hat,
der sich anhäuft wie ungebranntes Unterholz,
der sich selbst äufnet im immer gleichen Zweischritt,
und niemals noch hat dieser Stein sein Ziel getroffen, Samuel,
die Stirn des Auch,
ach und sei es auch die Knöchel seiner Hand.
Du ödest uns mit deinem Entweder-Oder,
du bringst uns an der Rand von Verstand mit deinen Listen, Samuel.
Du zählst uns die Reihe von Paragrafen auf, die doch nur gelten, solange einer von uns lebt.
Das Handeln, das du uns vorschlägst, liegt immer schon auf einer Waage,
die keinen menschlichen Massstab kennt,
es liegt immer schon unter einem Auge, das nichts Menschliches noch kennt.
Unsere Worte dringen zu Ohren, die eine Sprache verstehen, die aufzählt und aufrechnet,
müde sind unsere Lippen vom Anschein der Anhörung,
von der Lüge, es gehe uns so, wie wir handelten,
unsere Füsse sind schon wund,
denn in welche Richtung sind wir nicht schon gelaufen wie eine Herde von Schafen über eine nächste Klippe,
und wieder bietest du uns das gleiche Und,
das uns abtrennt von der Fülle des Lebens und vertröstet auf später,
weder den Regen noch das Unwetter können wir die mehr glauben,
du hast uns so sehr entfernt von diesem Auch,
gegen das wir gestern noch gestritten haben, Samuel.
