Noch sammeln sich die Folgen im Hintergrund,
noch ist es, als gehorchtest du,
noch gehörst du dazu:
noch auf den Feldern in den Hängen, wo die Steine spriessen wie die Augen Gottes,
denn immer sucht sie nach Gründen,
denn immer sucht sie nach Ergründung in deinem leicht gewandten Herzen,
noch im Wäldchen, wo die Waben quellen,
wo nur die Zikade ihren widerstrebenden Tanz aufspielt,
mitten im Brummen und Gefleuch eines Sommermorgens,
noch in den tauben matten Stunden auf dem Dach,
bevor die Vögel ihren ersten Ton wagen, um die zähe Luft zu bewegen,
gehörst du deinem Volk, nicht dir,
gehorchst du seiner Angst, nicht deiner,
die nimmer verklingt,
unter den Gemsen-Jägern nicht und nicht unter den Gemüsebauern,
jeder deiner Schritte ist eine Bitte,
jeder deiner Winke ist eine Opferung,
und deine Feinde, die sich abseits sammeln und überall deine Wege bläuen wie Wegwarten,
denn noch kommen die Folgen allmählich zusammen wie die Ältesten unter der Terebinthe,
hockend in ihrem summenden Schweigen, langsam anrollende Steine,
über die du stolperst,
und das Gehorchen ist dir ein Leichtes,
solange du nur dem Boten begegnen musst,
solange du nur dem Klang von Unglück und Unbill folgen musst,
gehorche also,
gehorche also, mein Sohn,
es ist nichts dabei,
mit fremden Stimmen zu sprechen,
fremde Anrufe anzustimmen,
und noch träumst du nicht von den augenleeren rollenden Köpfen deiner Feinde,
die du auf dem Weg in den Schlaf zertrittst wie Beeren,
die dich am Morgen, an der Leiter zum Dach baumelnd wie Trauben im Garten deiner Mutter,
der solange schon verwaist und unbetreten ist,
aufschrecken, und doch sind sie ohne Arme,
wenn auch nicht ohne Folgen,
die dir bereits gehören,
und die dir nie gehören,
und die dir nie gehören.
