Das ist kein Traum,
und das wird gewesen sein.
Die Berge und Hügel meines Landes werden von Kratern besiedelt sein,
und im Lande Ammon und Seïr werden Pilze den Himmel bewachsen.
Die Flüsse werden unter harten Schalen verdorren,
die Eichen und Tamarisken, die Olivenbäume und die Feigenbäume werden metallene Augen tragen.
Ein alter Mann wie dieser hier wird in eisernen Gefässen über das Land hinwegreiten,
jaulend wie ein Wintersturm,
seine Hände werden glänzen von einem fremden Metall.
Und ich sehe keine Frau mehr in Benjamin,
ich sehe keine Töchter mehr in Israel,
die Luft in meiner Kehle ist schleimig und brennt wie Alkohol.
Das ist kein Traum, so sage ich,
denn so wird es geschehen sein.
Die Milch der Geissen, die Milch der Eselinnen,
die Milch von Stuten und Kühen wird selbst durch Sieden nicht sauber werden,
die Kakerlaken und Dungkäfer werden sich über die warmen schlafenden Körper aller Lebewesen legen wie ein barmherziger Mantel in der Nacht,
über die Schulter meiner zitternden Geliebten geworfen.
Und oben auf dem Garizim und in Mizpa und Schilo,
Rama und Betlehem,
auf dem Horeb und dem Zion,
selbst den wankenden Stelen meines Gibea,
werden leuchtende farbige Kuppeln stehen wie die Augen eines alten, alten Gottes,
werden stinkende, Sekrete absondernde Gewölbe wie Furunkel oder Pestbeulen erblühen,
darin wird der alte Mann wie dieser hier über Bildern und Schatten von Bildern, Zahlenreihen und Zungenzeichen kauern und lauern,
und mit krächzendem Flüstern Strophen eines Gebets aufsagen,
das seit dem Anfang der Erde das Meer, die Erdplatten und die Vulkane gemurmelt haben,
aufwühlende, aufheulende, zerwerfende, zerstreuende Sprache.
Und eine andere Stimme, die Stimme seines Abgottes,
wird ihm scheppernde Befehle erteilen, die abermenschlich sind.
Mit blinkenden Augen werden die letzten Erstgeborenen ihre leeren Brüste auseinanderreissen.
