Der Steg zeigt als Finger

Der Steg zeigt als Finger hinaus in den Fluchtnebel: das Sashimono hängt tranig an seinem Bambusstab
Ich selbst nur ein ungewisses Zeichen in der ungenauen Landschaft: ein Faden von Bewusstsein und beginnendem Hunger
Mit einem Atem wie eine jagende Katze im silbernen Gras: ich selbst
Unfertig wie die Wellen
Die wie unfertige Worte am Ufer mümmeln
Mit einer zahnlosen Rastlosigkeit ihr
Mugamuga beten: noch wollte keiner übersetzen: an solchen Morgen
Wo selbst der Gedanken an einen Menschen aus Fleisch und Blut
Mit seiner ganzen hohen Hucke aus Töpferei und Handwerk: mit diesem Buckel eines Botschafters aus Gokuraku
Halb Lieferantin von Werkzeug halb berin von Unheil: ich werde heute warten müssen
Wie immer wird mein Steg seinem abgetrennten Weg über das Wasser lange lange darlegen wie ein Mann
Der unfähig ist
Selbst mit einem Fuss am ersten Stein des Anstosses hinüber ins Jodo: selbst mit der Gewissheit des warmen Blicks von Amida:
Selbst mit dem feuchten Achselhaar
Das sich kräuselt wie ein Mogera wagura in den Abendstunden: ein gefährtenloser Satz von Fakten und Fahrten
Unfähig ist über sein Muga hinweg zu steigen wie über einen Haufen Ochsenkot: unfähig ist
Mehr als nur seine Biwa mit sich zu tagen: an der Hand des jungen Mönchs oder Monds der sich vor meiner Maske fürchten wird: Gokuraku ist dort
So werde ich ihm sagen: dem kleinen Amida: wo das Muga wie eine Spinne mit ihren Tentakeln sich saugend an deinen Unterleib legt: immer noch ganz F-R-A-U im Gesichtsfeld eines Mannes:
Selbst mit dieser Hannya-Maske
Die halb Schadenfreude halb wirklichen Schmerz zeigt: und das Sashimono regt sich
Wie die schweren Ölflügel des Kormorans goldig im Abendschatten glänzen im schwarzen Wasser unterm Nebelfilm: der Steg zeigt als Finger hinaus in den Flussnebel und flappend erklingt das Lachen der Kindeskinder: erklingt
Selbst ich kann es hören: das Schlurfen und Stampfen eines Tanzes und ich kneife meine Augen zusammen im Warten am Steg: klingele mit meinem Kässelchen: wie unfertige Worte steigen die Töne über den Fluss ohne sich die Füsse zu benetzen: das Klopfen eines Hammers auf Eisen und das Kichern der anderen Frauen.

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