Empfindet ein Pfeil

Empfindet ein Pfeil auch Schmerzen wenn das Fleisch
In das er eingebrochen ist ihn im Sturz
Bricht nach einem hohen Flug über die Burgmauern: sein Gefieder stimmte eine Art summendes Lied an hinter ihm und hat erst einige Töne davon singen können und im Moment des Brechens
Der nie nur ein Vorher und Nachher ist: wie der Lauf des Mondes im See
Ein Ziehen Nachgeben Fliehen papierenes Reissen und ein Enthärten ist
Und der Mond kann das Wasser ja nicht trüben: nach der kühlen säuselnden Luft die ihn singen liess die Hitze und feuchte Dichte eines Körpers erfahren: Leiden
Ist getrübte Sicht: ist wie der verlorene Glanz in der Eberesche: keine Beere mehr übrig
Allein die immer starrenden harrenden Nadeln: auf einen Herbst oder eine Axt
Die sich nur mehren können: ist auch das
Leiden und Schmerz: leiden die Sperlinge und Meisen am leergefressenen Baum
Und wenn die Berge unterm Erdschub buckeln
Der mit Pfeifen und Röhren und Stottern die Erde selbst schüttelt wie eine alte Eiche am Steilhang im Herbst vom Sturm geprüft wird
Die Wellen aus Schmerz
Wenn von einem Augenblick zum andern Augenblick das Gleichgewicht von Garten Mauern und See zerstört ist und im Kippen schon
In den ungewohnten Winkeln schon
Ein Beharren wieder möglich ist: in der Umgeworfenheit im Sturz der Landschaft bereits
Dauer ist: empfindet auch das im abgedeckten Stall stehende und rufende Vieh mehr als nur Verwirrung: denn Sturz ist Flug und Flug ist
Sturz in ein Leben
Das sich dinglich erfährt und erhoben hat: jeder Gegenstand und jedes Lebewesen erfährt die leuchtende Fahrt des Mondes über den See und die abgeschrägten Lichtwinkel und die aufgehobenen Grenzen
Als Leiden wie auch der Pfeil
Abgesandt ohne ein Ziel zu sehen und kennen
Die Brust den Schenkel die Kehle findet
Ein willenloses Geschoss wie du und doch im Leiden begriffen
Die papierleichte Haut zerreisst wie der Ast eines Strauchs lange gegen die Shoji geschlagen hat bis auch der Wind der feuchte kalte Wind
Einlass erhielt sein Brausen ausbreiten konnte in einem neuen Raum
Den er dringlich und beharrlich ertastet und erstrebt hat ohne ihn zu sehen und kennen: und im Fallen
Seitwärts wie eine zu schnell gewachsene Fichte im Wald dort im Osten
Im Fleisch stecken bleibt und der Mensch um ihn herum schreit auf im Augenblick fast danach: die Wellen von Schmerz ersticken seinen Ruf und seine Augen trüben sich in Voraussicht:
Lebt noch
Lebt noch
Wenn im Lazarett der Feldscher das Holz herauszieht
Geschmack von Leder auf der Zunge
Damals in den Hügeln von Yoshino.

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