Drama des Aufwachens

I
Deine Füsse ragen noch heute in den Flur hinaus
Was Zeit gewesen war
Verstellt von diesem Zellhaufen
Der im Neonlicht die Schönheit bewies
Aber sie hatten dich genommen
Hatten dich der kalten Luft gegeben
Die dich anfiel und war keine Hülle
Es war keine Hülle und kein ausgeglichenes Taumeln mehr
Der Zellhaufen zuckte verlassen
Arzt und Zeit waren zurückgetreten und du
Nicht nur die Füsse du nahmst
Wahr den Raum in den dein Rabenwort aufflog
Und mit den entgrenzten Fäusten an den Ohren
Kamst du zu mir und dein Rabenwort
Wurde silbern wie dein Speichel und Rotz.

II
Kein Zurück mehr: du dehnst dich aus
Deinen Füssen hinterdrein. Die Zeit hat die Form einer Brust.
Alles ist Licht und Lied. Dein Kopf ist ein Auge:
Grün wie eben noch deine Füsse und die Flure knarren
Unter den Schritten jener
Die dich verlassen und wieder aufgehen
Wie Trabanten über dir:
Dur redest dein Rabenwort über sie
Und dehnst es lang und angelst mit ihm
Dort in ihnen wo nur dein Rabenwort hinlangt
Immer hinlangen wird: tief im Schlaf der Zellen
Ruht dort dein Bild und schliesst
Nackt und grün und verlassen und fast erstickt
Die Zehen draussen im Flur
Um die Bewegungssensoren.

III
Tief im Schlaf und die Fäuste am Ohr:
Die Welt wagt zu atmen.
Versucht erste Laute ohne dich.
Wird nicht mehr aufatmen können für eine ganze Weile.
Du verlässt deine leuchtenden Zellen
Die wie eine Flut in dir rasen und dich wölben:
Daher dein Rabenwort. Du bist
Mitten in der Zeit
Mitten im Raum abgetaucht.
Die Kreisbahn der Räder unter dir gleicht dem vergangenen
Kreislauf des Wassers um dich. Ein Wippen wie
Auf Ästen. Italiener
Laufen mit Zeppelinstimmen
Mit ihrem Fuss am Ball durch deinen Schlaf.
Dann kommt der eine Stein
Das eine Schlagloch und du liegst
Verlassen und heiss in einem Kasten
Ohne Trabant und nur mit deinem Rabenwort
Und alle Zellen verflüssigen sich und dein
Rabenwort ist ein Oxidator. Du stehst im Kaste
Hell wie der Schweif einer Rakete.

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